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Gewalt überschattet die Wirtschaft Kolumbiens

Der Handel zwischen der Schweiz und Kolumbien spielt (noch) eine kleine Rolle. Keystone Archive

Die langjährigen Verhandlungen über ein Investitionsschutz-Abkommen Schweiz-Kolumbien stehen kurz vor dem Abschluss.

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2001 - 18:21 publiziert

Eine Schweizer Delegation hat sich bei einem zweitägigen Besuch in Kolumbien ein Bild über die Wirtschaftslage des Landes machen können. Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Kolumbien ist ein Land, dessen Wirtschaft von den Problemen der Gewalt überschattet wird. "Die Kolumbianer sind kreativ und würden gerne arbeiten", sagte der Delegierte des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco), Jörg Alois Reding am Freitag in Bogota.

Schwacher Handel

Im Mittelpunkt des Treffens stand vor allem das Investitionsschutz-Abkommen. In den Gesprächen zwischen kolumbianischen Unternehmern und Schweizer Firmen mit Sitz in Kolumbien wurden aber auch gegenseitig nützliche Fachkenntnisse ausgetauscht.

Dennoch ist der Handel zwischen den beiden Ländern eher unbedeutend. Nur gerade 0,1 Prozent des Schweizer Export- und Importgeschäfts findet mit Kolumbien statt.

Die Schweiz exportiert vor allem Chemie- und Pharmaprodukte sowie Maschinen nach Lateinamerika. Nach Brasilien, Mexiko und Argentinien ist Kolumbien der viertgrösste Exportmarkt.

Export-Plattform für Andenländer

Es könne aber keine Wirtschaftsanalyse gemacht werden, ohne die Ressourcen eines Landes zu berücksichtigen. Kolumbien werde wegen seiner geografischen Lage als Export-Plattform für die Andenländer geschätzt. Das Land sei aber zudem von Vorteil für die freie Handelszone in Südamerika.

Der Schweizer Delegation gehörten neben Reding auch der Schweizer Botschafter in Kolumbien, Viktor Christen, die seco-Verantwortliche für Amerika, Andrea Schmid-Riemer sowie Vertreter der UBS, ABB, Nestlé, HolCim und des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie an.

swissinfo und Agenturen

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