Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Gewerkschafts-Kongress: Vom Frust zur Lust

Der neue Syna-Präsident Max Haas fand zu seinem Amtsantritt harte Worte für Ausbeuter und Wirtschaftskapitäne.

(www.syna.ch)

Die Delegierten der Syna wählten einen neuen Präsidenten und versuchten ihre Gewerkschaft in der veränderten Arbeitswelt zu positionieren.

Die rund 500 Delegierten der Syna wählten am Samstag in Fribourg Max Haas zum neuen Präsidenten der drittgrössten Gewerkschaft. Er war bisher Zentralsekretär der Gewerkschaft. Haas tritt damit die Folge von Peter Allemann an, wie Syna mitteilte.

Betätigungs-Felder ausweiten

Der 56-Jährige Betriebswirtschaftler sagte in seiner Antrittsrede, Syna müsse sich der traditionellen Gewerkschaftsarbeit widmen, aber auch neue, zukunftsträchtige Aktivitäten entwickeln.

"Die geldgierigen Chefs sind gegangen, jetzt müssen wir in die Arena steigen", sagte Haas. Die Gewerkschaft dürfe sich nicht mehr auf Gesamtarbeitsverträge und gelegentliche Protestkundgebungen beschränken, betonte er.

Wenn sich Unternehmen international behaupten und Arbeitsplätze anbieten wollten, gelte es die Mitarbeitenden besser zu motivieren und neue Organisations-Strukturen einzuführen, betonte Haas.

Lust statt Frust

Wie Erwerbsarbeit mehr Freude machen könnte, diskutierten die Delegierten auch gleich am Kongress "Forum Fribourg" und schrieben ihre Forderungen in Resolutionen fest. Diese sollen als Wegweiser für die Gewerkschaft in den nächsten vier Jahren dienen.

Besonderen Wert legten die Delegierten darin auf die betriebliche Mitbestimmung. Eine entsprechende Initiative war 1976 gescheitert. Dies dürfe aber nicht das Ende des Anliegens sein, sagte der scheidende Präsident Allemann. Es müssten neue Mitbestimmungsmöglichkeiten gesucht und gefunden werden - etwa in Form von stock options.

Bei der Schwarzarbeit läutete die Syna die Alarmglocken: Der Werkplatz Schweiz müsse vor Sozial- und Lohndumping geschützt werden, forderten die Delegierten von den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft. Vor allem die Behörden und Ämter müssten gegen zu tiefe Löhne vorgehen und Lohndumping eindämmen.

Christliche Fusions-Gewerkschaft

Die Syna ging 1998 aus der Fusion der christlichen Gewerkschaften CHB, CMV und SGG sowie dem Landesverband freier Schweizer Arbeitnehmer (LFSA) hervor. 70'000 Arbeitnehmende sind in der Syna organisiert, damit ist sie die drittgrösste Gewerkschaft hinter GBI (Bau und Industrie) und SMUV (Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen).

Philippe Kropf und Agenturen

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.