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Zürich (awp) - Der Maschinenbau-Konzern Georg Fischer (GF) hat im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz trotz Währungseinbussen kräftig gesteigert. Nach einem markanten Verlust im Vorjahr gelang - begünstigt auch durch ein Sparprogramm - die Rückkehr in die Gewinnzone. Entsprechend soll auch wieder eine Dividende ausgeschüttet werden. Im Ausblick auf das Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen grundsätzlich zuversichtlich.
Der Umsatz stieg um 19% auf 3'447 Mio CHF, bereinigt um Währungseinflüsse lag das Plus gar bei 27%. Der Auftragseingang erhöhte sich um 25% auf 3'625 Mio CHF.
RÜCKKEHR ZUR DIVIDENDE
Der EBIT belief sich auf 180 Mio CHF, nach einem Verlust von 201 Mio CHF im Vorjahr, die EBIT-Marge erreichte 5,2%. Die negativen Währungseffekte wirkten sich hier mit -38 Mio CHF aus. Der Reingewinn kam auf 108 Mio CHF zu stehen, nach einem Verlust von 238 Mio CHF. Nach Minderheiten waren es 99 Mio CHF bzw. -246 Mio CHF. Das 2009 eingeleitete Strukturprogramm hat Einsparungen von 350 Mio CHF gebracht.
Nachdem im Vorjahr auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet worden war, sollen nun 10 CHF je Aktie als Nennwertrückzahlung an die Aktionäre ausbezahlt werden.
ZUVERSICHT FÜR 2011 - AMBITIÖSE ZIELE BIS 2015
Für das Geschäftsjahr 2011 gibt GF einen "positiven Ausblick trotz Unsicherheiten". Das Marktumfeld habe sich in den vergangenen sechs Monaten für alle drei Unternehmensgruppen weiter verbessert und der Auftragseingang sei deutlich über die Vorjahreswerte angestiegen. Dies sei eine gute Ausganslage für 2011. Für das Gesamtjahr sei mit einer weiteren Steigerung von Umsatz und Betriebsergebnis zu rechnen, dies unter der Annahme einer weiteren Erholung der Wirtschaft bei einer stabilen Währungssituation.
Das EBIT-Margenziel von 8% für 2012 wurde ebenso bestätigt wie das Ziel einer weiteren Umsatzsteigerung.
"Unsere Ziele sind anspruchsvoll, aber nicht unrealistisch", sagte CEO Yves Serra gegenüber AWP. Das angestrebte Wachstum und die Verbesserung der EBIT-Marge sollen über verschiedene Massnahmen erreicht werden. "Je mehr Umsatz wir erreichen, desto besser ist die Auslastung, und so ergeben sich Skaleneffekte", erklärte Serra. Weiter liege der Fokus darauf, die Kosten tief zu halten, die Präsenz in den Wachstumsmärkten weiter zu steigern und den Umsatzanteil der Division Piping Systems zu erhöhen. Das höhermargige und weniger zyklische Geschäft von Piping Systems soll auf einen Anteil von mindestens 40% am Gesamtumsatz ausgebaut werden. 2010 waren es 34%.
Weiter nannte GF auch neue Ziele bis 2015: Die Strategie sei darauf ausgerichtet, bis dann eine Rendite auf dem eingesetzten Kapital (ROIC) von über 15%, eine EBIT-Marge von 8 bis 9% sowie einen Umsatz in der Grössenordnung von 5 Mrd CHF zu erreichen. "Innert der nächsten fünf Jahre wollen wir für den Bereich Piping Systems zusätzlichen Umsatz von 400 bis 500 Mio CHF akquirieren", so Serra.
KEINE GNADE FÜR ANLIEGEN GIORGIO BEHRS ODER IDEEN WALTER FUSTS
Die Anträge der Aktionärsgruppe um Giorgio Behr zu Handen der kommenden GV lehnt Georg Fischer ab. Behr hatte beantragt, dass ein einzelner Aktionär mit 10% statt 5% mit Stimmrecht anerkannt werde. Ferner will er die Mitglieder des Verwaltungsrats nur für die Dauer von einem Jahr zu wählen lassen. "Die Anträge liegen weder im Interesse des Unternehmens noch im Interesse der grossen Mehrheit der Aktionäre", meinte dazu VR-Präsident Martin Huber.
Georg Fischer zeigte weiter kein Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit zwischen der eigenen Werkzeugmaschinen-Sparte AgieCharmilles und anderen Schweizer Maschinenbau-Unternehmen, wie sie jüngst Walter Fust einmal mehr aufgeworfen hatte.
An der Börse legten Georg Fischer bis am frühen Nachmittag mit einem Plus von 0,6% im Einklang mit dem Gesamtmarkt etwas zu. Den markanten Gewinnsprung, welcher das positive Ergebnis vorwegnahm, machte die Aktie bereits im vierten Quartal 2010.
cf/dm

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