Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Deutschland stehen nach Einschätzung von GfK-Chef Klaus Wübbenhorst gute Konsumjahre bevor. "Eine rekordniedrige Arbeitslosigkeit, robustes Wirtschaftswachstum und die Aussicht auf Lohnerhöhungen werden die Kauflaune der hiesigen Verbraucher weiter anfeuern", sagte Wübbenhorst am Montagabend anlässlich des Neujahrsempfangs des "Union International Club" in Frankfurt. Angesichts der guten Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen bleibe aber auch der Export als Wachstumsmotor erhalten.
"Im europäischen Vergleich hat sich der hiesige Verbraucher geradezu vom 'Konsum-Muffel' zum 'Konsum-Optimisten' gewandelt", sagte Wübbenhorst. Dies sei ein "echter Paradigmenwechsel". Die Konsumneigung sei in Deutschland im europäischen Vergleich mit Abstand am stärksten ausgeprägt. Länder die vorher von einem Immobilienboom profitiert haben, wie Grossbritannien und Spanien hätten am meisten unter der Krise gelitten.
Der private Konsum wird laut Wübbenhorst im Jahr 2011 deutlich anziehen und mindestens um ein Prozent wachsen, nach rund 0,5 Prozent im vergangenen Jahr. Der Konsum werde damit neben dem Export die zweite Säule für den Aufschwung. Dies bestätigten auch die erfreulichen Zahlen zum Konsumklima zu Jahresbeginn. Hier habe der deutliche Anstieg der Anschaffungsneigung im Januar dafür gesorgt, dass das Konsumklima weiter an Fahrt gewinne. Der "starke Fahrtwind" müsse mitgenommen werden damit nach dem "Konsum-Wintermärchen ein "Konsum-Frühling" folgt. "Ich bin zuversichtlich, dass der private Konsum, der annähernd 60 Prozent des gesamten Bruttoinlandsprodukts ausmacht, zur entscheidenden Stütze der Binnenkonjunktur in diesem Jahr wird."
Die Politik forderte Wübbenhorst jedoch zu weiteren Reformen auf: "Es müssen weitere Hausaufgaben gemacht werden." Die Schulden-Krise in Europa und der Abbau der Staatsverschuldung seien dabei ein wichtiges Thema. Er sehe Europa aber auf einem guten Weg, da die Krise eine längst fällige Reformbereitschaft mit sich gebracht habe. Wübbenhorst erwartet ähnlich positive Folgen wie nach der Agenda 2010 in Deutschland. "Gerade Deutschland profitiert enorm vom europäischen Binnenmarkt und es ist geradezu illusorisch zu glauben, dass wir mit der guten alten Mark besser gefahren wären."
Aber auch die deutsche Politik forderte Wübbenhorst zu weiteren Reformen auf. Ziel sei eine Stärkung der Beschäftigung durch eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit. Hier seien Bürokratieabbau und Investitionen in Bildung und Technologien nötig. Zudem will der GfK-Chef die Abschaffung der so genannten kalten Progression bei den Steuertarifen. "Planungssicherheit und Vertrauen sind nach GfK-Erkenntnissen für den Konsum das A und O."/jsl/jha/

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???