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Vernier (awp) - Die Givaudan SA hat im schwierigen Geschäftsjahr 2009 zwar etwas weniger Umsatz erzielt, den (Betriebs-)Gewinn aber dank tieferer Abschreibungen und weiteren Kosteneinsparungen gesteigert. Für das laufende Jahr gibt sich der Aromen- und Riechstoffkonzern "vorsichtig optimistisch" und will wieder stärker als der Markt wachsen. Die Ziele bezüglich Kosteneinsparungen und EBITDA-Marge wurden ausserdem bestätigt.
Der Umsatz sank in der Berichtsperiode um 3,1% auf 3'959 Mio CHF; in Lokalwährungen (LW) war es allerdings ein Wachstum von +1,4%, auf vergleichbarer Basis sogar von +1,6%. Die Division Riechstoffe verzeichnete mit 1'824 Mio CHF knapp 4% weniger Umsatz in CHF bzw. 0,9% mehr in LW. Die grösste Einbusse musste Givaudan bei den Verkäufen von Luxusparfums hinnehmen. Kunden haben ihre Lager abgebaut und weniger bestellt, was zu einem Umsatzeinbruch von 7,6% (in lokalen Währungen) geführt hat.
Die Division Aromen erzielte Verkäufe in Höhe von 2'135 Mio CHF (-2,5% in CHF). Dies sei angesichts der schwierigen Wirtschaftslage ein hervorragendes Resultat, kommentierte Givaudan. In lokalen Währungen hat das Geschäft nämlich um 1,9% zugelegt, alleine im vierten Quartal sogar um 4,3%.
RÜCKLÄUFIGE BRUTTOMARGE
Die Bruttomarge sank aufgrund des starken Anstiegs der Rohstoff-, Energie- und Transportkosten, der nicht vollständig kompensiert werden konnte, auf 45,0% von 45,6%. Der EBITDA ging leicht zurück auf 758 (765) Mio CHF, auf vergleichbarer Basis waren es 820 (842) Mio CHF. Die für Givaudan wichtige vergleichbare EBITDA-Marge betrug 2009 20,7% und lag damit etwas über dem im Vorjahr ausgewiesenen Wert von 20,6%.
Der geringere Bruttogewinn sei durch integrationsbedingte Einsparungen und Kostensenkungsmassnahmen mehr als ausgeglichen worden, hiess es. In Lokalwährungen ergab sich auf vergleichbarer Basis ein Anstieg des EBITDA um 1,7%. Der Betriebsgewinn auf vergl. Basis stieg um 8% auf 525 Mio CHF, was hauptsächlich auf die geringere Abschreibung immaterieller Vermögenswerte sowie Integrationseinsparungen und andere Kostenreduktionen zurückzuführen sei. Unter dem Strich verblieb ein Anstieg des Nettogewinns um 79% auf 199 Mio CHF.
KLAR HÖHERER NETTOGEWINN - DEUTLICHER SCHULDENABBAU
Givaudan hat sich letztes Jahr auch auf den Abbau der Schuldenlast konzentriert. Insgesamt konnte die Nettoverschuldung um 939 Mio CHF abgebaut werden. Ende 2009 lag der Verschuldungsgrad noch bei 30% (Ende 2008: 46%), das mittelfristige Ziel sei nun ein Wert von 25%, wie es hiess. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung aufgrund der Resultate eine Bardividende von 20,60 CHF je Aktie vor, was einer Erhöhung von 3% zum Vorjahr entspricht.
Für die weitere Zukunft gibt sich Givaudan "vorsichtig optimistisch". Die Entwicklung im Januar und Februar sei "sehr vielversprechend" gewesen, sagte Konzernchef Gilles Andrier gegenüber AWP. Er geht davon aus, dass der Konzern aufgrund der wachsenden Projektpipeline und neuen Geschäftsabschlüsse auch im Gesamtjahr 2010 stärker als der Gesamtmarkt wachsen wird. Unsicherheiten gebe es v.a. weiter in Nordamerika sowie bei der Luxusparfümerie. Erholungstendenzen sieht er dagegen in (West-)Europa und in den Emerging Markets.
Ausserdem soll bis 2010 das angekündigte Einsparungsziel von 200 Mio CHF und somit auch das vor der Akquisition von Quest vor drei Jahren bestehende Niveau der EBITDA-Marge von 22,7% erreicht werden. Givaudan werde sich in einem günstigeren Umfeld weiter auf die Wachstumsinitiativen konzentrieren, um in Schwellenländern und wichtigen Marktsegmenten zu expandieren, hiess es.
Die Aktionäre reagierten mit Verkäufen auf die heutigen News, und die Givaudan-Aktie verliert bis um 13.30 Uhr in einem mehr oder weniger stabilen Gesamtmarkt 4,8% auf 861,50 CHF. Händler verwiesen dabei auf die insgesamt leicht unter den Erwartungen ausgefallenen Zahlen, die Gewinne der Aktie vom Vortag sowie fehlende positive Überraschungen.
uh/ps

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