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(Meldung umfassend erweitert)
Chur (awp) - Die Graubündner Kantonalbank (GKB) kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2009 zurückblicken. Der Bruttogewinn konnte um 14,0% auf 224,7 Mio CHF gesteigert werden. Der Konzerngewinn wuchs um 16,9% auf 143,9 Mio CHF, teilte die GKB am Freitag mit. Damit stieg der Gewinn je Partizipationsschein auf 79,09 (VJ 73,32) CHF. Für die Zukunft gibt sich die GKB-Leitung vorsichtig.
Die Dividende soll auf 35 (32) CHF aufgestockt werden. An den Kanton werden total 79,4 (72,6) Mio CHF ausgeschüttet.
"Unser Risikomanagement hat sich in der Krise bewährt wie auch unsere überdurchschnittliche Eigenkapital-Ausstattung", wird Bankpräsident Hans Hatz in der Medienmitteilung zitiert. "Unsere Erwartungen für 2009 in Bezug auf Wachstum, Produktivität und Rentabilität konnten wir erreichen respektive deutlich übertreffen", wird CEO Alois Vinzens zitiert.
Die GKB hat denn auch die Ende Juli bestätigte Zielsetzung eines Bruttogewinnes über 200 Mio CHF sowie Ergebnisses je Aktie auf Vorjahresniveau deutlich übertroffen. Zur Steigerung des Bruttoergebnisses hat gemäss dem vor der heutigen Bilanzpressekonferenz vorliegenden Redetext von CEO Vinzens das hervorragende Aktienjahr und das Spitzenergebnis der Private Client Bank beigetragen. Die Private Client Bank sei erstmals über die gesamte Geschäftsperiode konsolidiert worden, heisst es weiter.
Mit den ausgewiesenen Zahlenset hat die GKB die Erwartung der ZKB beim Bruttogewinn übertroffen, beim Reingewinn eine Punktlandung hingelegt. Die ZKB prognostizierte einen Bruttogewinn von 214,9 Mio CHF und einen Reingewinn von 143,2 Mio CHF.
Unter den einzelnen Ertragskomponenten konnte der Erfolg aus dem Zinsgeschäft im Vorjahresvergleich knapp gehalten werden mit 252,1 (252,8) Mio CHF. Gemäss den Präsentationsunterlagen von CEO Vinzens konnte im Berichtsjahr eine weitere Entspannung bei den Positionen mit erhöhtem Risiko verzeichnet werden.
Die gefährdeten Forderungen hätten sich auf 255 Mio CHF von 280 Mio CHF reduziert. Weiter hätten sich die Kredite ohne regelmässige Zins- oder Amortisationszahlungen um 40,4% auf 37,4 Mio CHF reduziert, was der CEO als "historisch tiefen Wert" bezeichnet. Die Wertberichtigungen und Rückstellungen konnten auf 1,7 (1,9)% der Kundenausleihungen zurückgefahren werden. In der Folge seien Wertberichtigungen von 2,8 (9,2) Mio CHF aufgelöst worden.
Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg hingegen deutlich auf 108,8 (94,1) Mio CHF. Dieser Anstieg wird auf die höhere Anzahl Börsentransaktionen und höheren Wertbestände sowie die erstmalige Konsolidierung der Private Client Bank für ein volles Geschäftsjahr zurückgeführt. Im Handelsgeschäft wurden 23,6 (22,5) Mio CHF erwirtschaftet.
Während im Vorjahr die Position "übriger ordentlicher Erfolg" negativ war (-7,3 Mio CHF), resultierte hier wieder ein Gewinnbeitrag von 17,7 Mio CHF. Der Unterschied wird mit der gegenüber dem Vorjahr "sehr positiven" Wertentwicklung der Wertschriftenanlagen (+26,2 Mio CHF) erklärt.
Der Geschäftsaufwand stieg um 7,6% auf 177,5 Mio CHF. Daraus errechnet sich eine Cost-Income Ratio I von 44,1 (45,6)%. Der höhere Aufwand sei auf die gestiegene Zahl der Mitarbeiter (+19 auf umgerechnet 870 Vollzeitstellen), die Kosten der Vollkonsolidierung der Private Client Bank und die IT-Migration bei der Tochter Privatbank Bellerive zurückgeführt.
Die Kundenvermögen stiegen per Jahresende um 6,4% auf 24,9 Mrd CHF. Der Anstieg sei durch Wertgewinne sowie Neugeldzuflüsse bedingt, so die Mitteilung. Das Volumen der Neugelder (ohne Zinsen) wird mit 179,4 (1'414,5) Mio CHF angegeben. Das Nettowachstum sei "punktuell" durch die veränderte Risikoeinschätzung, vor allem von institutionellen Anleger, die geringere Liquidität der Geschäftskundschaft und die Auswirkungen und Diskussionen über das Bankgeheimnis belastet worden, heisst es weiter. Die Kundenausleihungen nahmen um 4,1% auf 13,3 Mrd CHF zu.
Die Eigenen Mittel stiegen per Ende des Berichtsjahres um 6,9% auf 1,8 Mrd CHF. Die Tier-1-Ratio betrug 16,9 (16,7%).
Im Ausblick auf das laufende Jahr gibt sich die Bankleitung vorsichtig. Es wird mit einem Bruttogewinn von 220 Mio CHF bzw. einem Gewinn pro PS von 72-76 CHF gerechnet - in Abhängigkeit vom Risikoergebnis. Die Finanzmärkte und das wirtschaftliche Umfeld würden unverändert grosse Unsicherheiten bergen. Die Auswirkungen auf die Realwirtschaft seien deshalb schwierig abzuschätzen, wird die leicht tiefere Guidance begründet.
Im Weiteren rechnet der CEO mit einem "wesentlich stärkeren Neugeldzufluss". Zudem soll die Produktivität, gemessen an der Cost/Income Ratio II knapp unter 50% gehalten werden, nach 48,0% in 2009 und 50,3% in 2008.
rt/ch

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