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Glarner Kantonalbank mit Bruttogewinn von 4,0 Mio CHF im 1. Quartal

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 11:50 publiziert

Glarus (awp) - Die Glarner Kantonalbank (GLKB) spürt weiterhin die Folgen ihrer fehlgeschlagenen Wachstumsstrategie. Im ersten Quartal 2010 erwirtschaftete die Kantonalbank einen Bruttogewinn von 4,0 Mio CHF, nachdem im vierten Quartal ein Gewinn von 4,5 Mio CHF resultiert hatte, wie sie am Dienstag mitteilte. Die GLKB publiziert erstmals Quartalszahlen.
Aufgrund des hohen Bereinigungsbedarfs und des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds könne die Bank mit dem Quartalsergebnis zufrieden sein, wird CEO David Becher in der Mitteilung zitiert. So hätten die Kosten weiter gesenkt werden können. Zudem sei aus heutiger Sicht mit einem deutlich tieferen Wertberichtigungsbedarf als im Vorjahr zu rechnen.
Der Betriebsertrag belief sich auf 11,6 Mio CHF, was gegenüber dem Vorquartal einem Minus von 6% entspricht. Für den Rückgang war vor allem der zum Vorquaurtal um 7% gesunkene Zinserfolg verantwortlich, der unter den tiefen Zinsen, den hohen Zinsabsicherungskosten sowie dem allgemeinen Margendruck litt. Dagegen konnten das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wie auch das Handelsgeschäft zulegen.
Die Bilanzsumme blieb mit rund 3,3 Mrd CHF stabil. Bei den Hypothekarforderungen konnte die Bank um 8,8 Mio CHF oder 3,5% zulegen. Dagegen wurden die übrigen Ausleihungen an Kunden weiter reduziert. Das betreffe hauptsächlich den Abbau von Risikopositionen aus der fehlgeschlagenen früheren Wachstumsstrategie, schreibt die Bank.
Für 2010 erwartet die GLKB weiterhin ein schwieriges Umfeld, gibt sich aber "vorsichtig optimistisch" betreffend Risikovorsorgebedarf. Das Geschäftsjahr 2010 dürfte wieder mit einem soliden Reingewinn abschliessen.
tp

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