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DETROIT (awp international) - Ein Milliardengewinn ebnet dem grössten amerikanischen Autobauer General Motors den Weg zurück an die Börse. Nachdem der US-Konzern erst zu Jahresbeginn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt war, erwirtschaftete GM im zweiten Quartal unterm Strich bereits 1,3 Milliarden Dollar. "Ich bin sehr zufrieden mit unseren Fortschritten", sagte Finanzchef Chris Liddell am Donnerstag in Detroit.
Vor einem Jahr, zu Zeiten der Insolvenz, hatte die alte GM noch einen Megaverlust von 12,9 Milliarden Dollar eingefahren. Der Staat musste rettend eingreifen und mit milliardenschweren Hilfen das Unternehmen vor der Pleite bewahren. GM verschwand von der Börse. Mittlerweile laufen die Vorbereitungen für eine Rückkehr aufs Parkett auf Hochtouren. Bereits an diesem Freitag könnte der Konzern erste Details verraten. Der Börsengang selbst passiert frühestens im Herbst.
Der Zeitpunkt scheint bestens gewählt. Derzeit boomt das Geschäft. Der Umsatz stieg um 44 Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar. Vor allem in Nordamerika und in Asien kommt das Unternehmen mit der Produktion kaum hinterher. Dagegen läuft es bei den europäischen Töchtern Opel und Vauxhall weiter mau. Sie verkauften nach dem Auslaufen der staatlichen Absatzhilfen weniger Autos als vor einem Jahr.
Immerhin konnte GM Europe seinen Verlust dank Einsparungen auf operativ 160 Millionen Dollar eindämmen. Zum Jahresauftakt hatte GM in Europa noch 477 Millionen Dollar verloren, Ende vergangenen Jahres sogar 799 Millionen Dollar. Europachef Nick Reilly will Opel 2011 aus der Verlustzone führen, 2012 soll der Hersteller wieder gutes Geld verdienen.
GM hat die Wende ironischerweise vor allem der Insolvenz zu verdanken. Denn dabei hatte der Konzern die Bürden der Vergangenheit abstreifen können: veraltete Werke, hohe Schulden und überbordende Kosten für Gesundheit und Pensionen. Damit schlagen sich jetzt die Alteigner und früheren Geldgeber herum, die Verlierer der Operation.
Bei der neuen GM räumte Konzernchef Edward Whitacre weiter kräftig auf: Er stampfte mehrere US-Marken ein, verkaufte die schwedische Tochter Saab und fährt in Europa einen Sparkurs. Gleichzeitig pumpte er Geld in neue Modelle. Neben dem Bau der in Nordamerika beliebten Pick-Up-Trucks und massigen Geländewagen versucht sich GM als Vorreiter bei Elektroautos zu positionieren. Der Chevrolet Volt kommt Ende des Jahres auf den US-Markt und Ende 2011 als Opel Ampera nach Europa.
Der kleinere US-Rivale Chrysler teilt das Insolvenzschicksal von GM. Das von Fiat-Chef Sergio Marchionne gelenkte Unternehmen schreibt allerdings anhaltende Verluste von zuletzt 172 Millionen Dollar. Ein Börsengang liegt noch in weiter Ferne. Dagegen war der dritte im Bunde, Ford, ohne Staatshilfe durch die Krise gekommen und steht am besten unter den "Big Three" da: Zuletzt hatte Ford einen Gewinn von satten 2,1 Milliarden Dollar eingefahren./das/DP/tw

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