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LONDON/FRANKFURT (awp international) - Inflationssorgen, Schuldenkrise und die Unruhen in der arabischen Welt haben den Goldpreis am Mittwoch erstmals über die Marke von 1'500 USD getrieben. Im frühen Vormittagshandel stieg der Preis für eine Feinunze (rund 31 Gramm) auf bis zu 1'501,26 USD. Gold kostet damit soviel wie noch nie. Im Fahrwasser von Gold legte auch der Silberpreis weiter zu und stieg auf ein neues 31-Jahres-Hoch. In der Spitze kostete eine Feinunze Silber am Mittwochmorgen 44,36 USD. Hier liegt das Rekordhoch bei knapp 50 USD, das spekulationsgetrieben im Jahr 1980 erreicht wurde.
Seit Jahresbeginn hat Gold damit um rund 180 USD oder knapp 14 Prozent zugelegt. Der Silberpreis ist noch stärker gestiegen: Seit Januar hat Silber um 17 USD und damit um über 60 Prozent zugelegt. Ausschlaggebend ist laut Experten die starke industrielle Nachfrage nach Silber, das vor allem bei der Herstellung von Elektronikprodukten eingesetzt wird. Zudem ist Silber wegen seines geringeren Preises bei Kleinanlegern beliebter als Gold.
'HOHE UNSICHERHEIT'
Die Rekordjagd am Edelmetallmarkt begründen Experten vor allem mit der hohen Unsicherheit unter den Anlegern. So sorgt die weltweit erhöhte Inflation dafür, dass sich viele Investoren in vermeintlich "sichere Häfen" wie Gold und Silber flüchten. Für zusätzliche Verunsicherung sorgt seit langem die europäische Schuldenkrise. Zuletzt hatten Spekulationen über einen Schuldenschnitt in Griechenland die Krise wieder aufflammen lassen. Darüber hinaus gerät an den Märkten die Kreditwürdigkeit der weltgrössten Volkswirtschaft USA zusehends in den Fokus. So hatte die Ratingagentur Standard & Poor's zu Wochenbeginn mit einem Entzug der Bestnote gedroht, sollte die US-Finanzpolitik nicht auf einen Konsolidierungskurs einschwenken.
Neben Inflationsängsten und hoher Staatsverschuldung nennen Experten die anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt als Grund für die hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten. So herrscht die Angst vor, dass sich die Unruhen weiter ausbreiten und damit die gesamte Region in Nordafrika und dem Nahen Osten destabilisieren könnten. Weitere Unterstützung erhalten die Edelmetalle von der Währungsseite: Da Gold und Silber traditionell in USD gehandelt werden, sorgt die aktuell schwache US-Währung für eine starke Nachfrage aus Ländern ausserhalb des USD-Raums./bgf/jsl

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The citizens' meeting

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