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LONDON (awp international) - Die Schuldenkrise hat den Goldpreis am Mittwoch zum ersten Mal über die Marke von 1.500 US-Dollar getrieben. Im frühen Nachmittagshandel stieg der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des gelben Edelmetalls zeitweise auf ein Rekordhoch bei 1.505,40 Dollar. Im weiteren Handelsverlauf ist der Preis wieder leicht abgerutscht und stand im frühen Nachmittagshandel bei 1.502,80 Dollar. Mit dem neuen Höchststand ist der Goldpreis seit Beginn des Jahres in der Spitze um rund 14 Prozent gestiegen.
Zeitgleich legte auch der Preis für eine Unze Silber kräftig zu und erreichte in der Spitze 44,77 Dollar und damit den höchsten Stand seit 31 Jahren. Auch hier ist der Preis im weiteren Handel wieder leicht zurückgefallen und stand im frühen Nachmittagshandel bei 44,66 Dollar. Seit Jahresbeginn hat Silber sogar noch stärker als Gold zugelegt. Hier liegt der Preissprung bei über 60 Prozent. Von seinem Rekordhoch bei knapp 50 Dollar, das spekulationsgetrieben im Jahr 1980 erreicht wurde, ist der Silberpreise aber noch etwas entfernt.
Nachdem der Goldpreis die psychologisch wichtige Marke von 1.500 Dollar übersprungen hat, rechnen Experten vorerst mit weiter steigenden Preisen. "Gold und Silber scheinen nur noch einen Weg zu kennen: den nach oben", hiess es beispielsweise in einem Kommentar der Commerzbank. Der schwache US-Dollar könnte Investoren zu weiteren Käufen motivieren, stimmte auch André Saenger von IG Markets zu.
Schon seit Tagen beflügelt ein Mix aus Schuldenkrise, Inflationssorgen, Dollar-Schwäche und Unruhen in der arabischen Welt die Preise für die vermeintlich sicheren Edelmetalle. Ein Händler brachte es auf den Punkt, als er von einem "perfekten Sturm für die Edelmetalle" sprach. Dabei hatte insbesondere der Warnschuss der US-Ratingagentur Standard & Poor's in Richtung der US-Regierung zu Beginn der Woche die neue Rekordjagd bei den Gold- und Silberpreisen ausgelöst. Standard & Poor's stellte überraschend die Kreditwürdigkeit der USA infrage.
Als einen weiteren wichtigen Preistreiber sehen Fachleute aber auch die Schuldenkrise in der Eurozone, die sich in den vergangenen Tagen weiter zugespitzt hatte. Spekulationen über einen möglichen Schuldenschnitt in Griechenland liessen die Renditen für Staatsanleihen des Eurozonen-Staates massiv steigen. Gleichzeitig sprangen die Risikoaufschläge für Anleihen aus Griechenland auf neue Rekordwerte. Zudem treibe auch die Sorge vor den Folgen einer hohen Inflation und der zuletzt schwache US-Dollar die Anleger immer stärker in den "sicheren Hafen" Gold und Silber, hiess es von Experten./jkr/bgf

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