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Goldene Zeiten vorbei

Mobiltelefonie: Keine Wachstumsraten im zweistelligen Bereich mehr.

(Keystone)

Der Boom in der Mobiltelefonie-Branche mit Wachstumsraten ist vorbei. Starkes Wachstum können nur noch die Anbieter von Datendiensten erwarten.

Zu diesem Schluss kommen die Kommunikations-Experten der Basler Prognos AG in ihrer jüngst veröffentlichten Studie "mediareport". Gleichzeitig warnt Prognos vor Konflikten zwischen Betreibern und Dienstanbietern, die ihrerseits das Wachstum der Branche hemmen könnten.

Laut der Prognos-Studie lagen die Umsatzzunahmen der Mobilfunkbranche in Deutschland im Vorjahresvergleich nur noch bei 7%. In der Schweiz und in Österreich waren es noch 15%. Aber auch das Plus von 15% in der Schweiz und in Österreich bedeuteten im Vergleich zum Vorjahr einen "enormen Einbruch", schreibt Prognos weiter.

Bis 2006 erwartet Prognos für Deutschland jährliche Wachstumsraten von 7%. In der Schweiz sollen es 5% und in Österreich 4% sein. Das erwartete höhere Wachstum in Deutschland resultiere im Wesentlichen aus dem Nachholbedarf.

Non-Voice-Dienste

Nach Überzeugung der Prognos-Experten wird das künftige Wachstum im Mobilfunk durch Non-Voice-Dienste generiert. Laut Prognos werden im Jahr 2006 in Deutschland und in Österreich etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes auf Datendienste entfallen. In der Schweiz rechnet Prognos mit einem Anteil von 21%.

Die besten Wachstumschancen orten die Basler Experten für das Messaging (SMS/EMS/MMS), für E-Mail und Infodienste primär im Businessbereich sowie für Downloads von Games und Chat vorrangig bei den Privatkunden (Kinder und Jugendliche).

Konfliktpotenzial

Nach Auffassung der Prognos-Experten werden sich auch die Marktstrukturen verändern: Neben den Netzbetreibern würden im Mobilfunkmarkt künftig die Akteursgruppen Service-Provider, Content-Provider sowie Commerce-Betreiber vermehrt aktiv sein.

Ziel aller Akteure sei es dabei, den direkten Kundenkontakt wahr zu nehmen und gleichzeitig viele Kunden dauerhaft an sich zu binden. Einerseits stehen die Akteursgruppen somit im Wettbewerb um den Mobilfunkkunden und andrerseits beziehen sie voneinander Vorleistungen.

Dieses strategische Konfliktpotenzial könne Innovationen frei setzen und sich positiv auf die Marktentwicklung auswirken. Es bestehe aber auch die Gefahr bremsender Effekte, insbesondere zwischen den Netzbetreibern auf der einen und den grossen Content-Anbietern auf der andern Seite.

Die Prognos-Experten raten deshalb zu Geschäftsmodellen, die Zusammenarbeit und Wettbewerb verbinden. Als mögliches Beispiel nennen sie die nicht-exklusive Kooperation zwischen Netzbetreibern und Gameherstellern bei Online-Spielen.

swissinfo und Agenturen


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