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Goldman Sachs nun im Fokus der Staatsanwaltschaft

Dieser Inhalt wurde am 30. April 2010 - 16:25 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die Betrugsvorwürfe gegen Goldman Sachs könnten ein strafrechtliches Nachspiel haben. Nach der US-Börsenaufsicht SEC prüft nun auch die New Yorker Staatsanwaltschaft den Fall. Die Ermittlungen seien aber noch in einem frühen Stadium, berichteten mehrere US-Medien am Freitag. Es sei deshalb unklar, ob es zu einer Anklage oder gar Strafe komme. Goldman Sachs bestreitet die Vorwürfe vehement.
Vor rund zwei Wochen hatte die SEC ihre zivilrechtliche Klage publik gemacht. Sie wirft Goldman Sachs vor, Anleger um mehr als eine Milliarde Dollar gebracht zu haben. Einer der Geschädigten soll die deutsche Mittelstandsbank IKB gewesen sein. Goldman Sachs hatte ihr ein Sammelsurium von Hypothekenkrediten verkauft - und dabei nach Ansicht der Börsenaufsicht verschwiegen, dass ein Hedgefonds die Auswahl der enthaltenen Papiere getroffen und anschliessend auf ein Scheitern gewettet hatte.
Mitte der Woche hatte sich ein Senatsausschuss mit dem Fall befasst. Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein und sechs weitere Banker seines Hauses mussten sich den Fragen der Politiker stellen. Sie bestritten kategorisch, gegen die Interessen ihrer Kunden gehandelt zu haben.
Die Bank steht unter enormen Druck. Schon sind die ersten Schadenersatzklagen von Anlegern eingegangen. Der Börsenkurs brach nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe ein. Banker sprechen von einem politisch motivierten Verfahren. US-Präsident Barack Obama versucht derzeit, mit seiner Finanzmarkt-Reform die Banken stärker unter Kontrolle zu bringen und eine neue Krise zu verhindern./das/DP/edh

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