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Goldpreis springt auf neues Rekordhoch und kratzt an 1.500 Dollar-Marke

FRANKFURT (awp international) - Der Goldpreis hat seine Rekordjagd am Freitag weiter fortgesetzt und einen neuen Höchstwert knapp unter der Marke von 1.500 US-Dollar je Feinunze (etwa 31,1 Gramm) erreicht. Händler nannten die jüngste Zuspitzung der Schuldenkrise in der Eurozone und Inflationssorgen als Ursache für den aktuellen Höhenflug des gelben Edelmetalls. Im späten Nachmittagshandel stieg der Goldpreis zeitweise auf 1.487,39 Dollar und damit so hoch wie noch nie.
Seit Tagen hätten Spekulationen ohne konkreten Hintergrund über eine mögliche Umschuldung Griechenlands für einen nervösen Handel an den Finanzmärkten gesorgt, hiess es von Händlern. Gold sei dabei einmal mehr als "sicherer Hafen" für die Anleger gefragt gewesen. Zum Wochenschluss stiegen die Risikoaufschläge für Staatsanleihen aus Griechenland und Portugal auf neue Rekordwerte. Als Grund für die neuerliche Zuspitzung der Schuldenkrise nannten Händler unter anderem die abermalige Herabstufung der Kreditwürdigkeit Irlands durch die US-Ratingagentur Moody's am Freitagmorgen.
Der Goldpreis habe zudem von steigenden Inflationsraten in China und Indien profitiert, erklärten Rohstoffexperten der Commerzbank die Rekordjagd. In China stieg die Inflation im März laut amtlichen Angaben auf 5,4 Prozent. In Indien liege die Teuerungsrate mittlerweile sogar bei 8,9 Prozent, schreiben die Commerzbank-Experten. Die Angst vor einer weiteren Geldentwertung treibe die Anleger vor Ort in die Edelmetalle. "Im aktuellen Umfeld sollte Gold daher als wertstabile Anlage gut nachgefragt bleiben", hiess es weiter bei der Commerzbank./jkr/she

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