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ATHEN (awp international) - Vor der entscheidenden Abstimmung im griechischen Parlament über das Sparprogramm zur Abwendung einer Staatspleite herrschten in Athen schwere Spannungen. Die Polizei riegelte am Mittwoch die Zufahrtsstrassen zum Parlament ab. Dabei kam es zu Zusammenstössen mit Demonstranten. In der Nacht hatte es vor dem Parlamentsgebäude Strassenschlachten zwischen Autonomen und den Sicherheitskräften gegeben. Nach Angaben der Polizei wurden 42 Gewalttäter festgenommen.
Bei den Auseinandersetzungen am Dienstag waren insgesamt mehr als 300 Menschen - überwiegend leicht - verletzt worden, darunter 38 Polizisten. Die Parlamentssitzung soll am Vormittag beginnen. Die Abstimmung über das Sparprogramm wird für den frühen Nachmittag erwartet. Der genaue Zeitpunkt stand nicht fest. Der Ausgang der Abstimmung war ungewiss. Die regierenden Sozialisten haben nur eine dünne Mehrheit von 155 der 300 Sitze im Parlament. Zwei Abgeordnete der Sozialisten haben bereits angekündigt, dem Sparprogramm nicht zuzustimmen.
Billigt das Parlament das Sparprogramm, können weitere internationale Milliardenhilfen fliessen. Andernfalls wäre das Land bis Mitte Juli zahlungsunfähig. Die griechischen Gewerkschaften setzten am Mittwoch die am Vortag begonnenen, landesweiten Streiks fort. In Athen fuhren keine Züge und Busse. Auch zahlreiche Fähren waren von der Arbeitsniederlegung betroffen. Ministerien und staatliche Unternehmen sowie viele Banken wurden ebenfalls bestreikt. /tt/hk/DP/jsl

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