Grasshoppers zum 26. Mal Schweizer Fussball-König!

Grosser Jubel bei den GC-Fans - bis tief in die Nacht wurde gefeiert. Keystone

Die Grasshoppers sind nach drei Jahren wieder Schweizer Meister. Die Zürcher, die bereits vor der letzten Runde die Leaderposition belegt hatten, sicherten sich den insgesamt 26. Titelgewinn dank des 4:0 beim alten Meister und Titelkonkurrenten St. Gallen.

Dieser Inhalt wurde am 27. Mai 2001 - 11:05 publiziert

Der dreifache Torschütze Nuñez schoss das wegweisende 1:0 für die Grasshoppers schon nach 80 Sekunden und nahm dem finalen Dreikampf mit Lugano und St. Gallen früh die grosse Spannung. Der Anfang April für fünf Mio. Franken zugezogene Uruguayer Nuñez markierte vor 11'300 Zuschauern im ausverkauften Espenmoos drei Tore und gab zum 4:0 von Chapuisat den entscheidenden Pass.

Titelverteidiger St. Gallen wurde von einem in allen Belangen überlegenen GC demontiert. Die Zürcher beendeten nicht nur St. Gallens Meisterjahr und die restlichen Meisterträume brutal, sondern auch die stolze Heimserie von 35 Spielen ohne Niederlage auf krasse Art und Weise.

Die Ostschweizer hatten wohl viel Willen, aber keine Kraft und keine Ideen mehr. Bereits nach 80 Sekunden geriet St. Gallen in Rückstand. Dem 0:1 ging aber ein Fehlentscheid von Schiedsrichter Meier voraus. Chapuisat hatte sich regelwidrig von Imhof mit den Händen gelöst, ehe er zu Nuñez zurücklegte, der den Führungstreffer markierte.

St. Gallens Reaktion fiel wohl heftig, aber zu ungestüm und zuwenig durchdacht aus. Nur mit hohen Bällen war die abgeklärte und solide GC-Defensive nicht zu überlisten. Zudem hielt der erst 19-jährige Liechtensteiner Peter Jehle im Tor bravourös. Statt 1:1 hiess es kurz vor Pause 0:2. Camara flankte, Nuñez nahm direkt ab.

Nach dem Wechsel rannte St. Gallen vergebens dem Rückstand nach. GC kontrollierte Gegner und Partie sicher. Der Vorsprung verlieh Sicherheit, nur einmal brannten Hodel mit einem nur mit gelb bestraften Schlag die Nerven durch. Während St. Gallen kaum zu Chancen gelangte, konterte GC gekonnt und wirksam. Ein Durchspiel Chapuisat - Nuñez brachte durch den Südamerikaner das 0:3, und sechs Minuten vor Schluss legte Nuñez für Chapuisat zum 0:4 auf. Endlich konnte Captain Chapuisat nach dem Gewinn des Deutschen Meistertitels und der Champions League mit Borussia Dortmund auch den ersten Schweizer Meistertitel feiern.

Überragender Spieler auf dem Espenmoos war der 25-jährige Nuñez. Seine Technik, seine Schnelligkeit, seine Übersicht und seine Abschlussqualitäten entschieden nicht nur den "Showdown" im Espenmoos, sondern auch die Meisterschaft. Nuñez schoss in neun Spielen für GC neun Tore und war zusammen mit Chapuisat der Meistermacher.

Lugano bleibt Qualifikation für die Champions League

Lugano verlor in Sion 1:2. Die Tessiner verteidigten dank der ersten Heimniederlage der St. Galler seit fast zwei Jahren aber immerhin den zweiten Platz und sicherte sich somit die Teilnahme an der Qualifikation für die Champions League.

Während dem entthronten Meister St. Gallen nur die Teilnahme am UEFA-Cup bleibt, können sich Basel (1:1 gegen Servette) und Lausanne via UI-Cup auch noch dafür qualifizieren. Den Waadtländern (2:1 in Zürich) genügt dazu der sechste Platz, weil das vor ihnen klassierte Servette schon frühzeitig den Verzicht auf den UI-Cup bekannt gegeben hatte.

swissinfo und Agenturen

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