Graubünden: Der Bär kommt....

Der Kanton Graubünden bereitet sich auf die Rückkehr der Raubtiere Luchs, Wolf und Bär vor. Eine aktive Wiederansiedlung des Luchs' wird mittelfristig nicht ausgeschlossen. Auch Wolf und Bär sollen eine Überlebenschance erhalten.

Dieser Inhalt wurde am 30. Januar 2000 - 15:57 publiziert

Der Kanton Graubünden bereitet sich auf die Rückkehr der Raubtiere Luchs, Wolf und Bär vor. Eine aktive Wiederansiedlung des Luchs' wird mittelfristig nicht ausgeschlossen, wie die Bündner Regierung am Donnerstag (27.01.) mitteilte. Wolf und Bär sollen eine Überlebenschance erhalten. Gleichzeitig werden Massnahmen gefordert.

Bereits in nächster Zukunft wird mit der Zuwanderung von einzelnen Luchsen ins Kantonsgebiet von Graubünden gerechnet. Eine aktive Wiederansiedlung schliesst die Bündner Regierung zumindest mittelfristig nicht aus. Langfristig soll im Kanton Graubünden eine dem Lebensraum angepasste, sich selbst erhaltende Luchspopulation leben können.

Allerdings werden von Seiten des Bundes erfolgversprechende Rahmenbedingungen verlangt. Die Wiederansiedlung der Raubtiere werde vor allem mit Jägern und Landwirten zu Konflikten führen, schreibt der Regierungsrat. Deshalb müssten im Jagdbereich die Auswirkungen der Zuwanderung von Gross-Raubtieren auf die Schalenwild-Bestände untersucht werden. Auch in Zukunft sei eine angemessene Nutzung der Wildbestände durch die Jagd zu gewährleisten. Deshalb wird langfristig eine nachhaltige Bejagung der Luchsbestände verlangt.

Für die Landwirtschaft wird eine Erhöhung der Bundesbeiträge für die Verhütung von Wildschäden und die die Vergütung von solchen verlangt. Für Kleinviehhalter müsse ein Anreizsystem für ein konfliktarmes Halten ihrer Tiere geschaffen werden. Die Kompetenz zum Erlegen von schadenstiftenden Luchsen und Wölfen müsse vom Bund an die Kantone delegiert werden.

Die Bündner Regierung erwartet auch die Zuwanderung von Wölfen und Bären. Allerdings sollen diese Tiere nicht aktiv angesiedelt werden. Kommen sie von selber, sollen sie im Kanton Graubünden überleben können. Damit leiste Graubünden einen Beitrag, lebensfähige Wolfs- und Bärenpopulationen im Alpenbogen aufzubauen.

SRI und Agenturen

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