Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Gretag: Über 200 Personen verlieren ihre Stelle

Gretag erwartet hohe Verluste.

Die Gretag Imaging, die Systeme für die Fotoverarbeitung herstellt, hat zum dritten Mal innert drei Monaten eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Nunmehr erwartet die mit Problemen kämpfende Gruppe für 2000 einen Verlust.

Wie tief Gretag Imaging in die roten Zahlen abgerutscht ist, werde an der Medienkonferenz vom 29. März bekannt gegeben, sagte Konzernsprecher Thomas Harder am Donnerstag (15.02.). Ursprünglich hatte die Gruppe mit einem Gewinn von 110 Mio. Franken gerechnet.

Drei Gewinnwarnungen in Folge

Bereits im letzten November hatte das Unternehmen die Gewinnerwartung bereits auf die Hälfte herunter geschraubt. Mitte Januar 2000 folgte dann die Warnung, das Ergebnis könnte unter die Marke von 45 bis 55 Mio. Franken fallen.

Hauptgrund für die enormen Differenzen sind Kosten für Garantie- und Serviceleistungen, insbesondere die Regelung von ausserordentlich hohen Garantiezusagen mit einem Grosskunden. Im Laufe von Kundengesprächen seien diese ans Licht gekommen.

Massiver Stellenabbau

Für die Belegschaft haben die Turbulenzen Konsequenzen. Über 200 der weltweit 2'600 Beschäftigten verlieren ihre Stelle. Betroffen sind vor allem Temporärangestellte.

Am Standort Regensdorf verlieren rund 50 Personen ihre Stelle, wie bereits am Mittwoch bekannt geworden war. Auf Grund des raschen Wachstums hat Gretag Imaging im letzten Jahr weltweit jedoch auch 360 Vollzeit-Stellen neu geschaffen, wie Harder sagte.

Umsatzprognose verfehlt

Nicht einzuhalten vermochte Gretag Imaging auch die Mitte Januar 2000 veröffentlichte Umsatzprognose von 920 Mio. bis 960 Mio. Franken. Effektiv stieg der Umsatz laut den Angaben vom Donnerstag um 29 Prozent auf 901 Mio. Franken.

Das innere Wachstum steuerte 98 Mio. Fr. zum Zuwachs bei, Akquisitionen machten 106 Mio. Fr. aus. Der positive Währungseinfluss entspricht 3,5 Prozent der Umsatzzunahme. Die Gruppe erzielt 70 Prozent ihrer Verkäufe in Nord- und Südamerika.

Die Kosten für die eingeleitete Restrukturierung sind im Abschluss 2000 enthalten. 2001 wird laut Harder ein Jahr des Übergangs werden. Es brauche Zeit, bis die Restrukturierung greife. Und es bleibe abzuwarten, wie sich die US-Konjunktur entwickle.

swissinfo und Agenturen


Links

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×