Gretag Imaging: Gewinneinbruch und Führungswechsel

Verwaltungsrats-Präsident William Recker übernimmt die Funktion des zurücktretenden CEO Peter Fitzgerald. Keystone / Michele Limina

Der Aktienkurs der Gretag Imaging ist am Mittwoch (29.11.) nach einer unerwarteten Gewinnwarnung um über 50 Prozent eingebrochen. Statt wie erwartet 110 Mio. Franken kann das Unternehmen bestenfalls noch einen Gewinn von 55 Mio. Franken erwirtschaften.

Dieser Inhalt wurde am 29. November 2000 - 18:15 publiziert

Grund für den Gewinnrückgang bei der in der Fotoverarbeitung tätigen Gretag Imaging sind geringere Verkäufe und unerwartete Kosten im zweiten Halbjahr.

Der Reingewinn werde für das gesamte Jahr 45 bis 55 Mio. Franken betragen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Regensdorf (ZH) mit. Das käme einer Halbierung des Vorjahresgewinns von 96,4 Mio. Franken gleich und wäre weniger, als die Firma in den ersten sechs Monaten dieses Jahres verdient hatte. Der Gewinneinbruch ist gemäss der Mitteilung vor allem auf die Kosten von Garantieleistungen an 8'000 installierten Minilab-Geräten zurückzuführen.

Gleichzeitig meldete Gretag den Abgang von Konzernchef Peter Fitzgerald auf Ende Jahr. Seine Funktionen sollen vorerst vom Verwaltungsrats-Präsidenten William Recker übernommen werden.

Markt reagierte mit Kurssturz

Die Börse reagierte auf die unerwartete Gewinnwarnung mit einem heftigen Kursturz. Gretag Imaging verlor am Mittwochnachmittag über 50 Prozent und sackte bei einem Handelsvolumen von über 10 Prozent auf 135 Franken ab. Ende Oktober lag der Kurs noch bei 400 Franken, verlor aber in den letzten Wochen bereits um über 30 Prozent.

Analysten bewerteten in ersten Reaktionen den Kursturz als übertrieben. Die Aussichten für 2001 seien zufriedenstellend, hiess es. Die Zürcher Kantonalbank sprach in ihrem Marktbericht hingegen von einer "herben Enttäuschung" und stufte den Titel auf "verkaufen" um.

swissinfo und Agenturen



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