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ATHEN (awp international) - In Griechenland dauern die Streiks gegen das strikte Sparprogramm in vielen Bereichen an. Am Dienstag streikten die Ärzte der grössten staatlichen Krankenkasse (IKA) den dritten Tag in Folge. Zehntausende Patienten mussten ausharren oder direkt in die Krankenhäuser gehen, berichteten griechische Medien. Gleichzeitig blieben die meisten Apotheken geschlossen.
Die Ärzte fordern mehr Geld und die Apotheker protestieren dagegen, dass viele staatliche Krankenkassen nur mit mehrmonatigen Verspätungen die den Patienten verordneten Medikamente zahlen. Vor den wenigen offenen Apotheken bildeten sich lange Warteschlangen, wie das Fernsehen zeigte.
Auch andere Streiks machen den Menschen in Griechenland zu schaffen: Die U-Bahnen in Athen wurden für vier Stunden bestreikt. Für Ärger sorgen auch Arbeitsniederlegungen im Busverkehr von Athen. Am 23. Februar wollen die beiden grössten Gewerkschaftsverbände des privaten und staatlichen Sektors (GSEE und ADEDY) mit umfangreichen Streiks das Land lahmlegen.
Die Streiks richten sich gegen die Pläne der sozialistischen Regierung, mit dem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU verordneten Sparprogramm die Haushaltsprobleme in den Griff zu bekommen. So sollen die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr um bis zu 25 Prozent gekürzt werden. Wegen der enormen Defizite im Nahverkehr waren vom 1. Februar an die Fahrpreise um bis zu 40 Prozent erhöht worden./tt/DP/jsl

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