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Grösstes Deutschschweizer Kino öffnet seine Tore

Der "MaxX Filmpalast" in Emmen wurde am Donnerstag (27.01.) eröffnet. Mit acht Sälen und 2205 Plätzen handelt es sich um das grösste Multiplexkino der Deutschweiz.

Dieser Inhalt wurde am 26. Januar 2000 - 11:36 publiziert

Der "MaxX Filmpalast" in Emmen wurde am Donnerstag (27.01.) eröffnet. Mit acht Sälen und 2205 Plätzen handelt es sich um das grösste Multiplexkino der Deutschweiz.

"Kino ganz gross" verspricht die Werbung. Programmlich muss "MaxX" dieses Versprechen erst noch einlösen. Von den Dimensionen her ist der 60 Millionen Franken teure Bau, in dem neben den Kinosälen auch ein Sport- und Computerladen sowie Fastfoodbetriebe und ein Parkhaus untergebracht sind, auf jeden Fall beeindruckend.

Die Promotoren, der deutsche Kino-Grossunternehmer Joachim Flebbe und sein Schweizer Partner Juerg M. Judin, wollen die Kundschaft weg von den traditionellen städtischen Kinos in die Agglomeration locken. Schwerpunkt Hollywoodfilme, modernste Vorführtechnologie und Komfort in Shopping-Center-Atmosphäre heisst die Devise.

Die kleinsten Säle bieten 171 Plätze an. Der grösste Vorführraum fasst 588 Zuschauer, ist mit einer 22x11 Meter grossen Leinwand ausgestattet und soll dank Laseranlage, Bühne und Multimedia auch für Konferenzen, Podien und andere Veranstaltungen genutzt werden.

Wichtiger Nebenerwerb

Überhaupt haben im "MaxX" die kinofremden Elemente einen grossen Stellenwert. Das Kino lebe heute von den Nebeneinnahmen, wurde am Mittwoch (26.01.) an einer Medienkonferenz erklärt. Wer etwa bereit sei, einen Mehreintritt zu bezahlen, dürfe sich vor und nach dem Film in der VIP-Lounge aufhalten und Champagner trinken.

Die Betreiber rechnen mit jährlich 750'000 Besuchern nicht nur aus Emmen und Luzern, sondern aus der ganzen Zentralschweiz. Der Standort wurde denn auch mit Bedacht gewählt: "MaxX" liegt am Seetalplatz, dem wichtigsten Autoverkehrsknoten der Region Luzern, und in unmittelbarer Nähe von Einkaufszentren.

Das Multiplex-Kino wurde vom Luzerner Kinoverband juristisch bekämpft. Es entstehe dadurch ein Überangebot, das die Existenz der bestehenden Kinos gefährde, wurde argumentiert.
Auch fürchte man für die Qualität der Luzerner Kino-Programmierung.

Stadtkinos wehren sich

Treibende Kraft hinter der Beschwerde ist der Luzerner "Kinokönig" Georg Egger. Bis jetzt ist der Kinoverband erfolglos geblieben. Auch das Bundesgericht hat die aufschiebende Wirkung der Beschwerde des Kinoverbandes abgelehnt. Der definitive Entscheid des Bundesgerichts steht zwar noch aus, doch rechnet niemand damit, dass "MaxX" die Betriebsbewiligung noch entzogen wird. Laut Judin handelt es sich beim "MaxX" in Emmen um den Schweizer Prototyp. 13 weitere Projekte in allen Landesteilen sind in Planung, etwa in Bern, Signy VD, Locarno und Dietikon ZH.

SRI und Agenturen

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