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Grösstes Kooperationsprojekt von Schweizer Unis startet

Untersuchung an einem eingeschläferten Pferd in einem Anästhesiesaal.

(Keystone Archive)

Die Universitäten von Bern und Zürich führen ab Freitag eine gemeinsame Fakultät für Veterinärmedizin. Sie vereinigt 46 Professoren, 720 Studierende und 900 Mitarbeitende.

Vetsuisse ist die bisher grösste Kooperation der Schweizer Hochschulen.

Entstanden ist die in der Schweiz noch einzige Veterinärmedizinische Fakultät.

Dadurch wird die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Tiermedizin-Forschung in der Schweiz gestärkt, wie Hans Weder, Rektor der Uni Zürich und Präsident des Vetsuisse-Rates, am Donnerstag vor den Medien sagte. Die Kooperation mache Sinn, weil grössere Leistungen mit weniger Ressourcen erbracht würden.

Laut Urs Würgler, Rektor der Uni Bern, soll Vetsuisse nicht einfach eine gut funktionierende Fakultät sein, sondern eine der besten werden.

Sie eigne sich als Modell für künftige Kooperations-Projekte an Schweizer Hochschulen. Vetsuisse müsse aber noch beweisen, dass sie dauernden Mehrwert schaffen könne.

Antwort auf komplexere Forschung

Nach Ansicht von Wolfgang Langhans, Vetsuisse-Projektleiter und Dekan der Vetsuisse-Fakultät, dient die Zusammenführung der Fakultäten der Qualitätssicherung von Forschung, Lehre und Dienstleistungen.

Diese sei letztlich eine Folge des Wandels in der Veterinärmedizin hin zu teuerer und komplexerer Forschung. Als Beispiel nannte er die Rinderseuche BSE oder die Vogelgrippe.

Das Studium entspricht dem Bologna-Modell. Alle Studierenden erhalten ein einheitliches Abschlussdiplom, können aber zwischen sechs Vertiefungsbereichen wählen (Kleintiere, Nutztiere, Pferde, Paraklinische Diagnostik, Veterinary Public Health, Biomedizinische Forschung).

Tele-Teaching gross geschrieben

Wegen der räumlichen Trennung der Vetsuisse-Fakultät sind das Tele-Teaching und E-Learning wichtige Hilfsmittel. So gibt es bei den gemeinsamen Veranstaltungen nicht nur Übertragungen auf Grossbildschirmen. Die Studierenden in Bern und Zürich können über Mikrofone an den Sitzplätzen auch miteinander kommunizieren.

Das Gesamtbudget beträgt für Zürich rund 56 und für Bern 32 Mio. Franken. Strategische Entscheide fällt der Vetsuisse-Rat, dem neben den Rektoren der beiden Hochschulen auch Vertreter der jeweiligen kantonalen Bildungsdirektionen angehören.

Vetsuisse ging ein neunjähriger Fusionsprozess voran. Dieser wurde im Frühjahr durch Entscheide der Kantonsparlamente von Zürich und Bern abgeschlossen. Das neue Kooperationskonzept wurde in einem speziellen Konkordat zwischen den beiden Kantonen festgelegt.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Spardruck und wachsende Studentenzahlen zwingen die Hochschulen, zusammen zu arbeiten, wie es die Universität und die ETH Zürich seit langem tun, ebenso die Hochschulen von Lausanne und Genf.

Seit 1993 besteht zwischen den Universitäten Bern, Neuenburg und Freiburg das BENEFRI-Netzwerk, das Lehre und Forschung koordiniert.

Die Universitäten Genf, Lausanne und Neuenburg bieten seit 2002 einheitliche Nachdiplomstudiengänge an. 2004 legten sie ihre theologischen Fakultäten zusammen.

Die Universität Basel arbeitet im Projekt EUCOR mit den Hochschulen des Elsass und Baden Württembergs zusammen.

Die Kantone Bern und Basel Stadt, beide Universitäten und die Inselspital-Stiftung Bern vereinbarten eine Zusammenarbeit in der Medizin. Im Seilziehen um die Spitzenmedizin betreiben die Unispitäler von Bern und Basel künftig die Herzchirurgie gemeinsam.

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