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Grossbritannien nimmt RBS an kurze Leine - Lloyds mit mehr Auslauf

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 09:30 publiziert

LONDON (awp international) - Die britische Regierung hat entschieden: Die Royal Bank of Scotland (RBS) braucht wegen ihrer desolaten Lage weitere Hilfe. Der Staat nimmt das Institut deshalb an eine kurze Leine. Dem ebenfalls angeschlagenen Rivalen Lloyds Banking Group traut die Regierung dagegen zu, sich weitgehend aus eigener Kraft wieder aufzurappeln. Beide Banken müssen sich aber im Gegenzug für die staatliche Unterstützung in den kommenden Jahren von nennenswerten Teilen ihres Geschäfts trennen, wie das Finanzministerium am Dienstag in London mitteilte.
RBS und Lloyds hatten sich in der Finanzkrise massiv verspekuliert und mussten vom Staat aufgefangen werden. Der garantiert jetzt bei der RBS auch in bestimmten Umfang für Verluste aus Schrottpapieren. Seit Tagen verdichteten sich die Hinweis darauf, dass Schatzkanzler Alistair Darling die Aufspaltung der Banken erzwingen will, um neue starke Banken im Land zu schaffen.
An der RBS hält Grossbritannien derzeit 70,3 Prozent. Der Staat steckt nun weiteres Kapital in das einst mächtige Geldhaus. Über die dafür erhaltenen Vorzugspapiere steigt der Anteil auf 84,4 Prozent. An Lloyds ist Grossbritannien zu 43 Prozent beteiligt. Schatzkanzler Darling will die bei Lloyds anstehende Kapitalerhöhung über insgesamt 13,5 Milliarden Pfund mitmachen und den Anteil somit stabil halten.
das/zb

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