Grosseinsatz in Sydney

Urs Leutert (l.) und Thomas von Grünigen (r.) informieren über die Berichterstattung von SF DRS an den Olympischen Spielen. Keystone

Das Schweizer Fernsehen DRS berichtet von den Olympischen Spielen in Sydney vom 15. September bis zum 1. Oktober rund 225 Stunden. Im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen neben internationalen Höhepunkten Schweizer Sportlerinnen und Sportler.

Dieser Inhalt wurde am 09. August 2000 - 20:43 publiziert

Als die European Broadcasting Union (EBU) 1996 vom IOC die Rechte für die Übertragung der Olympischen Sommer- und Winterspiele bis 2008 erworben hatte, fasste "SRG SSR idée suisse" (nachfolgend SRG) als Dachorganisation der Schweizer Fernseh- und Radiostationen den Grundsatzentscheid, Sydney zu übertragen.

"Damit war für uns auch klar, dass wir ein für das Schweizer Sport- und TV-Publikum massgeschneidertes Angebot produzieren wollen", sagte Urs Leutert,
Leiter Sport von SF DRS und der Business Unit Sport der SRG.

"Erste Priorität bei den Übertragungen geniessen die Schweizer Teilnehmer", sagte Thomas von Grünigen, der nach Seoul 1988, Barcelona 1992 und Nagano 1998 schon zum vierten Mal alsProjektleiter amtet.

Nachts und vormittags direkt

Alle wichtigen Entscheidungen werden in der Nacht und am Vormittag direkt übertragen. Mit Heinz Günthardt (Tennis), Paul Weier (Springreiten, Dressur) und Alexander Ruckstuhl (Rudern) stehen auch drei Experten zur Verfügung.

In "Sydney aktuell" werden die Ereignisse der Nacht am Morgen und am Mittag zusammengefasst. Die Sendung wird viertelstündlich wiederholt. In "Sydney today" (jeweils 19.55 - 20.35 und 22.20 - 23.00) werden die Höhepunkte des
Tages mit Interviews und Hintergrund- Berichten sowie australischen
Elementen angereichert.

Teure Berichterstattung

Die SRG scheut für die Berichterstattung von den grössten Olympischen Spielen der Geschichte keinen Aufwand. Rund 20 Mio. Franken kostet das Unternehmen Sydney für die drei Schweizer Fernsehsender und die vier Radiostationen. Allein für die Rechte musste die SRG der EBU, die für 350 Mio. Franken die
Rechte vom IOC gekauft hatte, 9 Mio. abliefern.

Live- Interviews über eigenen Satellit

Insgesamt erhofft sich das IOC aus dem Verkauf der TV-Rechte Einnahmen von 1,4 Mrd. Dollar (2,24 Mia Franken). Weltweit werden die Spiele in 220 Länder übertragen. Auf 37 Wettkampfplätzen werden insgesamt 3'400 Stunden olympisches Programm produziert. Die SRG ist bei allen wichtigen Stadien dabei und verfügt über insgesamt 52 Kommentatoren- Positionen.

Aus dem Olympia- Stadion sind dank einem eigenen Satelliten sogar Live-Interviews möglich.

SRG produziert Rudern und Kanu

Die SRG ist nach Lillehammer 1994 (Ski-Abfahrt) und Atlanta 1996 (Rudern) bereits zum dritten Mal an Olympischen Spielen sogenannter "Host- Broadcaster". Unter der Leitung von Arthur Hächler werden vom Penrith Lake diesmal die Fernseh- Signale von den Ruder- und Kanu-Wettbewerben produziert.

Dabei werden 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SRG von einem 90-köpfigen internationalen Produktionsteam unterstützt. "Wir verdienen dabei nichts, aber wir legen auch nichts drauf", sagte Leutert dazu. "Aber es ist gut für das Renomée, und wir können viel lernen und profitieren."

Regelmässig live aus Sydney berichtet Schweizer Radio DRS, das mit drei Reportern und einer Reporterin vor Ort ist. Informationen fliessen während praktisch 24 Stunden. Olympia-Flashes werden in der Nacht und am Morgen zu jeder vollen Stunde ausgestrahlt.

swissinfo und Agenturen

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