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Gute Kontakte - Gute Arbeit

Justizminister unter sich: John Ashcroft und Ruth Metzler betonten immer wieder, wie wichtig gute persönliche Beziehungen sind.

(Keystone)

Viel Lob aus den USA: Die Zusammenarbeit der Schweiz und ihrer Banken im Krieg gegen den Terrorismus stösst auf Dankbarkeit.

Hoher Besuch aus den USA: Justizminister John Ashcroft hat am Mittwoch in Bern sein schweizerisches Pendant, Ruth Metzler, getroffen. Seit dem Besuch der Justizministerin in Washington Anfang März habe sich die Zusammenarbeit dank dieser persönlichen Kontakte verstärkt.

Im Zentrum des kurzen Gesprächs stand der Kampf gegen den Terrorismus, wobei auch die Festnahme des mutmasslichen US-Terroristen Jose Padilla zur Sprache kam, der einen Anschlag mit einer "schmutzigen Bombe" vorbereitet haben soll.

Wertvolle Zusammenarbeit im Fall Padilla

Vor den Medien im Bundeshaus bezeichnete Ashcroft die Zusammenarbeit und Hilfe der Schweizer Behörden in diesem Fall als "sehr wertvoll", ohne Einzelheiten bekannt zu geben.

Der 31-jährige US-Bürger Padilla war am vergangenen 8. Mai in Chicago verhaftet worden, nachdem er von Pakistan über den Flughafen Zürich-Kloten in die USA eingereist, und von FBI-Agenten beschattet worden war. Padilla hatte 10'000 Dollar auf sich, die er laut US-Regierungsquellen möglicherweise in der Schweiz von Leuten der Terrororganisation El-Kaida erhalten hatte.

Die Schweizer Behörden gehen auch Hinweisen auf weitere Aufenthalte Padillas in der Schweiz nach. Die Bundesanwaltschaft will zur Zeit nicht informieren, da die Untersuchungen nicht abgeschlossen sind.

Dank an Schweizer Banken

Ausdrücklich lobte Ashcroft die Schweizer Banken für ihre Kooperation bei der Bekämpfung des Terrorismus. "Die Schweizer Regierung und das Bankensystem haben auf sehr verantwortungsbewusste Weise an der Eindämmung des Terrorismus mitgewirkt", sagte Ashcroft.

Es sei ein "Mythos, dass die Schweizer Banken Massnahmen zur Bekämpfung des finanziellen Netzwerks des Terrors behindern". Die Welt müsse davon Kenntnis nehmen, wie eng die Schweiz und ihr Finanzplatz an den entsprechenden Massnahmen mitwirkte, erklärte der amerikanische Justizminister.

Den Umstand, dass rund ein Drittel der weltweit seit dem 11. September blockierten Gelder in der Schweiz liegen, erklärte der Justizminister mit der Bedeutung des Schweizer Finanzplatzes und dem kooperativen Verhalten von Banken und Behörden in der Schweiz.

Guter Informationsaustausch, der besser werden könnte

Gleichzeitig zeigte sich Ashcroft erfreut darüber, dass die beiden Länder ihren Informationsaustausch und ihre Zusammenarbeit in der "Task Force Terrorismus" noch intensivieren wollen. "Information ist der beste Freund der Prävention", sagte Ashcroft.

Die enge Kooperation ermögliche es beiden Ländern und ihren Polizeiorganen, gleichzeitig zu handeln und dabei jede Kommunikations-Panne zu vermeiden.

Für Bundesanwalt Valentin Roschacher könnte die gute Zusammenarbeit noch besser werden. Er möchte Menschen, welche die Dossiers und Details kennen, näher zusammenbringen. Nur sie könnten schnell genug die richtigen Fragen formulieren, einschätzen, welche Informationen für die Schweiz respektive die USA wichtig seien.

Vor erst einer Woche hatte US-Unterstaats-Sekretär Jimmy Gurulé in der Schweiz geweilt. Schon er hatte die aktive Rolle der Schweiz in der Zerschlagung der Terrorismus-Finanzierung gelobt.

Rebecca Vermot und Agenturen


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