Gute Noten für Richtlinien zur Bemessung der Sozialhilfe

Die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) für die Bemessung der Sozialhilfe haben sich in der Praxis gut bewährt. Dies hat eine Evaluation im Auftrag der SKOS bei ihren Mitgliedern ergeben.

Dieser Inhalt wurde am 13. September 2000 - 11:56 publiziert

Die 1998 von den meisten Kantonen eingeführten neuen Richtlinien zur Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe haben ihre Bewährungsprobe bestanden, wie eine am Mittwoch (13.09.) in Bern von den Verantwortlichen der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe vorgestellte Evaluation zeigt.

Sie hat ergeben, dass 71 Prozent der SKOS-Mitglieder die Sozialhilfe-Leistungen als angemessen beurteilen. 23,5 Prozent der Antwortenden erachten die Leistungen als eher zu hoch, 6 Prozent als eher zu tief. Die Auswertung bestätigt zudem, dass das von der SKOS angestrebte Ziel der Kostenneutralität gegenüber den alten Richtlinien erreicht wurde.

Durchgeführt wurde die Evaluation vom Zürcher Soziologen Kurt Wyss um herauszufinden, wie sich die Richtlinien bewähren und wo allenfalls Verbesserungen angezeigt sind. Insgesamt wurden 1'062 SKOS-Mitglieder angeschrieben, die die Richtlinien in der täglichen Arbeit anwenden. 697 haben geantwortet, was einer laut Wyss guten Rücklaufquote von 65,6 Prozent entspricht.

Insgesamt zählt die SKOS 1'200 Mitglieder. Neben den 26 Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein sind dies gegen 900 Gemeinden und rund 150 Institutionen der privaten Sozialhilfe.

Die Resultate der Evaluation sollen laut SKOS-Präsident Walter Schmid in die anstehende Teilrevision der SKOS-Richtlinien einfliessen. Dabei gehe es darum, auf Bewährtem aufzubauen, aber auch künftige Entwicklungen in der Sozialhilfe zu erfassen. Kleinere Änderungen der Richtlinien sollen auf Anfang 2001 beschlossen werden, Ergänzungen sind für 2002 oder später vorgesehen.

swissinfo und Agenturen

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