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Gutes erstes Halbjahr für Schweizer Hotels

Durchschnittlich verbringt ein Gast 2,5 Nächte in der Schweiz.

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Die Schweizer Hotellerie hat ein sehr gutes erstes Halbjahr hinter sich. Die Zahl der Übernachtungen nahm laut dem Bundesamt für Statistik um 5,7% auf 17 Millionen zu.

Am besten besucht wurden im ersten Halbjahr 2006 die Regionen Graubünden, Wallis und Zürich mit jeweils über zwei Millionen Übernachtungen.

Die ausländischen Gäste in der Schweiz legten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 6,7 Prozent zu, die inländischen Gäste um 4,4 Prozent.

Allein im aussergewöhnlich warmen Monat Juni wurden gesamtschweizerisch 182'000 Übernachtungen mehr verzeichnet als im Vorjahresmonat. Das entspricht einer Steigerung von 6,3%.

"Ein Grund für den Anstieg ist die allgemeine wirtschaftliche Erholung in den Hauptmärkten, namentlich Deutschland und USA", sagte Oliver Kerstholt, Sprecher von Schweiz Tourismus, gegenüber swissinfo.

"Gleichzeitig gibt es eine positive Entwicklung in den sogenannten Zukunftsmärkten in Asien und Osteuropa."

Die Nachfrage aus dem Inland nahm im Juni um 7,2, jene aus dem Ausland um 5,6% zu. Die Entwicklung verlief für die meisten Herkunftsländer positiv. Ein deutliches Plus von bis zu 40% wurde vor allem bei den Gästen aus den osteuropäischen Ländern verzeichnet.

Vermehrt Städteferien

Zu den Gewinnern im ersten Halbjahr 2006 gehören die Regionen Graubünden, Wallis und Zürich mit jeweils über zwei Millionen Übernachtungen.

So verbuchten die Tourismusdestinationen Davos und Zermatt 26,4 und 10,6 Prozent mehr Übernachtungen als im ersten Semester 2005. Aber auch die Grossstädte konnten stark zulegen.

Zweieinhalb Nächte

Im Durchschnitt übernachtet ein Gast 2,5 Nächte in einem Schweizer Hotel oder Kurbetrieb. Am längsten halten sich Russen und Belgier in der Schweiz auf, nämlich 3,9 Nächte pro Aufenthalt.

Allgemein bleiben ausländische Gäste mit 2,7 Nächten länger als inländische, die im Schnitt 2,3 Nächte im Hotel verbringen.

Tourismus erholt sich

Für die Branche zeichnet sich damit ein sehr guter Sommer ab, auch wenn für den von der Hitzewelle geprägten Juli noch keine Zahlen vorliegen. Kerstholt rechnet mit einem ähnlich guten oder gar besseren Ergebnis als im Juni, zumal sich die Fussball-WM in Deutschland im Juni eher negativ ausgewirkt haben dürfte.

Falls das Wetter nicht bald wieder auf sommerliche Pfade zurückfinde, könnte allenfalls der August das Sommerergebnis etwas dämpfen.

Auf jeden Fall könne von einer Erholung des Schweizer Tourismus gesprochen werden, betonte Kerstholt. Sowohl die Hauptmärkte Grossbritannien, Deutschland und USA, als auch die Zukunftsmärkte Russland und China hätten sich sehr gut entwickelt.

"Sehr optimistisch" zeigt man sich denn auch beim Branchenverband Hotelleriesuisse. Allerdings seien die konjunkturelle Erholung noch labil und die politische Stabilität unsicher, gab Sprecherin Christina Hostettler zu bedenken. Zudem hätten die Schweizer Logierbetriebe im Preiskampf keine Reserven mehr.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Im Juni 2006 zählte die Schweiz 5678 Hotels und Kurbetriebe.
In 141'995 Zimmern boten sie 270'622 Betten an.
Graubünden bietet die meisten Betten an, gefolgt vom Wallis, dem Berner Oberland und der Zentralschweiz.
Die besten Kunden bleiben die Schweizer (43,1% der Übernachtungen), gefolgt von den Deutschen (17,3%) und den Briten (6,8%).
Am meisten zugenommen haben im ersten Halbjahr 2006 Übernachtungen von Gästen aus Brasilien, Irland und der Ukraine.

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