Habella gibt auf

Die Thurgauer Unterwäsche-Firma Habella stellt die Produktion ein. Habella

Die seit 1947 bestehende Frauenfelder Habella AG, Herstellerin exklusiver Damen-und Herrenwäsche, stellt im Frühling 2001 ihre Produktion ein. 35 Arbeitsplätze gehen verloren. Der Markenname soll jedoch weiter bestehen.

Dieser Inhalt wurde am 21. Dezember 2000 - 15:30 publiziert

Laut Habella-Eigentümerin Danielle Nafzger-Hasler hat die Firma zwei Jahre lang Verluste erwirtschaftet. Die Frühjahr/Sommer-Kollektion 2001 noch fertig gestellt und termingerecht ausgeliefert, bestätigte man am Donnerstag (21.12.) bei der Firma.

Nafzger begründet die Produktioneinstellung damit, dass Produktion und Umsatz stark rückläufig seien. Die abnehmende Zahl von Fachhandelsgeschäften mache sich bei "Habella" negativ bemerkbar. Gleichzeitig sei die Firma zu klein, um ein eigenes Verteilnetz aufbauen zu können.

Italiener holen Marktanteile in Deutschland

Darüber hinaus sei der Exportanteil mit 40 Prozent zu niedrig. Dies vor allem, weil im Hauptabnehmerland Deutschland wegen der schwachen Mark, Habella-Produkte zu teuer seien. Besonders die italienische Konkurrenz habe von diesem Umstand profitiert, sagte die Nafzger-Hasler gegenüber swissinfo. Mit der kostenintensiven Produktion in der Schweiz seien die Preise in Deutschland nicht konkurrenzfähig gewesen.

35 Entlassungen

Das Ende der Produktion im Thurgau ist auch das Ende für 35 Arbeitsplätze. Nafzger: "Bereits die Hälfte der Angestellten ist bereits in Verhandlungen mit neuen Arbeitsgebern."

Der Markenname Habella soll nicht verschwinden. Nafzger prüft die Möglichkeit, die Habella ab 2002 als reine Handelsgesellschaft weiter zu führen. Auch Kooperationen mit andern Firmen schliesst die Eigentümerin nicht aus. Wo die Kollektion 2002 hergestellt wird, sei noch unklar: "Wir wollen zuerst ein Kapitel beenden und dann ein neues eröffnen."

swissinfo und Agenturen

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