Handball: Marketingabteilung statt Neuorganisation

Die Nationalliga-Präsidenten haben an ihrer Konferenz nicht unerwartet die grundlegende Neuorganisation der obersten Handball-Ligen abgelehnt. Damit wird auch die nächste Meisterschaft der NLA mit 8 und die der NLB mit 16 Mannschaften ausgetragen.

Dieser Inhalt wurde am 19. Dezember 2000 - 14:03 publiziert

In den verworfenen Plänen war die Gründung einer Swiss Top League mit 8, eine NLA mit ebenfalls 8 sowie eine NLB mit 16 Teams vorgesehen gewesen. Der Zentralvorstand des Schweizerischen Handball-Verbandes (SHV) hatte dieser Reform am 5. Dezember zugestimmt.

Offensichtlich mehr zu sagen als der nach dem sofortigen Rücktritt von Präsident Erich Thoma seit letzter Woche führungslose Zentralvorstand haben im Schweizer Handball die Vorsitzenden der Spitzenklubs. Allen voran Giorgio Behr, der Präsident von Kadetten Schaffhausen, aufgrund dessen Gegenvorschlags die Neuorganisation über Bord geworfen wurde.

Gemäss Behrs Idee soll die NLA nun durch die Gründung einer Marketingabteilung künftig besser vermarktet werden.

Von den Spitzenvereinen nur Suhr und GC dafür

Zwar hatten sich wenigstens Suhr und die Grasshoppers für die Reformpläne stark gemacht. Doch viele Präsidenten hätten sich mit dem Arbeitspapier zu den Vorschlägen gar nicht auseinandergesetzt, beanstandete Amicitia Zürichs enttäuschter Klubchef Fredi Schönmann. Wie schon Thoma bei seinem Rücktritt kundtat, wies Schönmann auf die seiner Meinung nach vorherrschende Wahrung der Einzelinteressen im Schweizer Handball hin.

Er unterstrich diese These, mit dem erstaunlichen Umstand, dass über das Thema Nationalmannschaft an dieser "chaotisch geführten Sitzung" gar nicht erst diskutiert wurde.

"Eigentlich wollten wir den Spitzenhandball für eine starke Nationalmannschaft in den vier Jahren unter Arno Ehret zusammenführen", erklärte Schönman, "mit diesem Entscheid haben sich die Spitzenvereine aber ganz einfach aus der Verantwortung gestohlen."

swissinfo und Agenturen

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