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Handel zwischen der Schweiz und Israel

Die Schweiz exportiert - entsprechend dem Kriegsmaterial-Gesetz - keine Rüstungsgüter in den Nahen Osten. Sie bezieht aber seit einigen Jahren Rüstungsgüter aus israelischer Produktion.

Insgesamt tätigt die Schweiz etwa 10 Prozent ihrer Rüstungsbeschaffung mit Israel. Gekauft werden vor allem Kanister-Munition verschiedenen Kalibers und elektronische Aufklärungs-Systeme.

Der Finanzrahmen für die laufenden Geschäfte (bis und mit 2003) beläuft sich noch auf rund 177 Mio. Franken. Davon entfallen 100 Mio. Franken auf Munition und 45 Mio. Franken auf Artillerie-Ausrüstung. Der Hauptanteil des restlichen Betrags von 32 Mio. Franken soll für elektronische Systeme aufgewendet werden.

Im vergangenen Jahr hatte die Schweiz in Israel Rüstungsmaterial für rund 80 Mio. Franken gekauft. Die Ausgaben von Januar bis März 2002 beliefen sich auf 27 Mio. Franken.

Mehrjahres-Hoch im Jahr 2000

Die gesamten Einfuhren der Schweiz aus Israel hatten im Jahr 2000 mit einer halben Milliarde Franken ein Mehrjahreshoch erreicht. Vor allem Produkte der Kategorie "Investitionsgüter" hatten sich ab 1998 verdoppelt.

Bekannt ist Israel aber vor allem für seine Landwirtschaftsprodukte ("Jaffa"-Orangen). Diese Einfuhren blieben seit 1998 mit rund 41 Mio. Franken konstant.

Dreimal mehr Ausfuhren nach Israel

Andererseits exportiert die Schweiz fast dreimal mehr Waren nach Israel. Im Jahr 2000 betrug die Summe 1,4 Mrd. Franken, 2001 noch 1,27 Mrd. Dabei dominieren mit 778 Mio. Fr. (2000) Edelmetalle und Schmuck - doch handelt es sich hier vor allem um Re-Export.

Verglichen mit anderen Ländern ist die Schweiz für Israel das fünftgrösste Importland, nach Italien und vor Deutschland. 5,2% aller Einfuhren Israels stammen aus der Schweiz (18,7% aus den USA). Maschinen, Pharma und Chemie dominieren im Handel mit der Schweiz.

Freihandel und Palästina-Produkte

Israel ist seit 1992 auch Vertragspartner der Schweiz im Rahmen der EFTA, einem Freihandelsabkommen, das 1960 in Kraft trat. Nach der Öffnung Osteuropas erhielt dieses schon totgesagte Abkommen neuen Auftrieb. EFTA-Staaten bauen untereinander ihren Zoll auf Industriegüter ab.

Die Frage, die sich stellt, ist, ob Israel in den Palästinensergebieten hergestellte Produkte als "Made in Israel" exportiert. Dann würde es gegen das EFTA-Abkommen verstossen.

Investitionen in Israel

Seit 1985 haben Schweizer Unternehmen in mehr als 70 Projekten in Israel investiert (Tourismus, Industrie), wobei sie rund 145 Mio. Franken selbst und rund 420 Mio. Franken mit Partnern einbrachten.

An der Börse in Tel Aviv wurden Ende der 90er Jahre Aktien von Schweizer Unternehmen in der Höhe von 390 Mio. Franken gehandelt. Über Unternehmens-Investitionen (nicht Finanzinvestitionen) Israels in der Schweiz ist wenig bekannt.

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