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Zürich (awp/sda) - Der im Asienhandel gross gewordene und verankerte Konzern DKSH hat im vergangenen Jahr erneut seine eigenen Rekorde in den Schatten gestellt. Der Umsatz auf eigene Rechnung stieg um 14,8% auf 7,3 Mrd CHF.
Das Transaktionsvolumen lag bei knapp 10 Mrd CHF und übertraf den Wert von 2009 somit um knapp ein Fünftel. Das Betriebsresultat, das um über die Hälfte auf 195 Mio. CHF anwuchs, übertrifft den alten Rekord aus dem Jahr 2008 deutlich, wie Konzernchef Jörg Wolle am Dienstag vor den Medien in Zürich sagte.
Seit dem Jahr 2002, als durch Fusion die heutige DKSH-Gruppe entstand, habe sich der Umsatz mehr als verdoppelt, sagte Wolle. Das Betriebsresultat sei jährlich um 17% gesteigert worden.
DKSH handelt nicht nur mit Gütern, sondern berät und begleitet auch Unternehmen, die in den schnell wachsenden Volkswirtschaften des Fernen Ostens Fuss fassen wollen. Dabei hätten im vergangenen Jahr die politischen Spannungen in Thailand, wo DKSH die grösste Ländergesellschaft hat, dem Geschäft kaum geschadet, sagte Wolle.
Auch 2011 sei bisher trotz der Natur- und Atomkatastrophe in Japan mit grossem Schwung verlaufen, sagte der Konzernchef. In Japan ist DKSH im Spezialitätengeschäft tätig, im Gegensatz zu anderen asiatischen Ländern, wo das Unternehmen flächendeckend den Vertrieb von Konsumgütern, Pharma- und Technologieprodukten oder Spezialrohstoffen für seine Kunden organisiert.
Herausforderungen wegen Japan gibt es trotzdem: "Gewisse Länder und internationale Firmen importieren in vorauseilender Hektik keine japanischen Waren mehr", sagte Wolle. DKSH setzt sich nun aktiv dafür ein, dass sachlich über die Lage und die Gefahren durch die Atom-Katastrophe informiert werde.
Unter dem Strich verdiente das Zürcher Unternehmen, das auf eine fast 150-jährige Geschichte im Asienhandel zurückblickt, 2010 mit einem Gewinn von 121 Mio CHF 42,2% mehr im Vorjahr. Wie schon in den letzten Jahren will DKSH weiter in seinen angestammten Märkten und Geschäften wachsen.
Dabei strebt DKSH sowohl organisches Wachstum wie auch Wachstum über gezielte Arrondierung des Portefeuilles durch Zukäufe an. 2010 hat der Konzern, der heute privat gehalten ist, aber über einen Börsengang in den kommenden Jahren nachdenkt, insgesamt sechs Zukäufe getätigt.
dl

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