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MONTE CARLO (awp international) - Der weltweit viertgrösste Rückversicherer Hannover Rück sieht sich trotz fallender Preise bei der Vertragserneuerung auf Kurs zu hohen Gewinnen. "Wir sind optimistisch, dass 2011 ein weiteres gutes Jahr wird", sagte Vorstandschef Ulrich Wallin am Montag beim Rückversicherertreffen "Rendez-vous de Septembre" in Monte Carlo. Für 2010 zeigte sich der Vorstand zuversichtlicher, das Gewinnziel von 600 Millionen Euro zu erreichen. Die Hannover-Rück-Aktie legte am Vormittag etwas stärker zu als der MDax und stieg um 1,07 Prozent auf 85,74 Euro.
Im ersten Halbjahr hatten Erdbeben, Stürme und der Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" den Rückversicherern herbe Belastungen eingebrockt. Das jüngste Beben in Neuseeland dürfte die Hannover Rück nach Einschätzung des Vorstands nicht so teuer zu stehen kommen wie die Katastrophe in Chile vom Februar. Die Belastung werde unter 100 Millionen Euro bleiben, sagte Vorstandschef Wallin. Das Beben in Chile, das die Versicherungsbranche mit 8 Milliarden US-Dollar traf, hat die Hannover Rück nach letzten Angaben 182 Millionen Euro gekostet.
Trotz der Katastrophen des ersten Halbjahrs rechnet die Hannover Rück bei der Vertragserneuerung im Schnitt mit leicht fallenden Preisen. Insgesamt sei das Preisniveau trotz des spürbaren Drucks noch angemessen und auskömmlich, sagte Wallin. Die Erdbeben und die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko liessen Rückversicherungsschutz gegen Naturkatastrophen sowie die Versicherungsdeckungen für Ölbohrinseln teurer werden. In der Kredit- und Kautionsversicherung seien die Preise mindestens stabil, obwohl die Schadensummen inzwischen zurückgegangen seien.
Zum Jahreswechsel will die Hannover Rück ihr Geschäft nur in Bereichen ausweiten, die hohe Gewinne versprechen. In anderen Segmenten hat das Unternehmen vor allem die Erneuerung des bisherigen Geschäfts im Auge. Den erwarteten Preisanstieg in der Versicherung gegen Naturkatastrophen will der Vorstand ebenfalls ausnutzen und sich zudem stärker in der Agrarversicherung und den Schwellenländern engagieren.
Rückversicherer haben nach der Wirtschafts- und Finanzkrise mit einem Überangebot zu kämpfen. Das Kapital und die Kapazität für Rückversicherungsdeckungen ist stärker gewachsen als die Nachfrage seitens der Erstversicherer. Daher erwarten Ratingagenturen weitere Aktienrückkäufe. Während Marktführer Munich Re sein Aktienrückkaufprogramm fortsetzt, hat die Hannover Rück keine derartigen Pläne. Auch Übernahmen in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung stehen für Vorstandschef Wallin nicht auf der Agenda. Durch Zukäufe will die Hannover Rück nur in der Lebens-Rückversicherung wachsen./stw/wiz

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