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Happy End für ADtranz - oder doch noch nicht?

Die Mehrheit der Agnestellten der ADtranz kann aufschnaufen.

(Keystone)

Das Bahntechnik-Unternehmen ADtranz hat Arbeitsplätze für 585 der 714 Mitarbeiter gefunden, welche von der Entlassung bedroht waren. Dies 15 Monate nach dem Entscheid der Schliessung der Werke Pratteln (B) und Zürich-Oerlikon. Noch ungewiss ist die Zukunft jedoch für 129 Personen.

Dank der Zusammenarbeit der Führung von ADtranz mit der Personalvertretung, deren Sozialpartnern und der öffentlichen Hand sei es zu den Lösungen gekommen, teilte ADtranz Schweiz am Dienstag (27.02.) mit.

Für die 129 noch nicht platzierten Mitarbeitenden werde nun bis Ende März eine Lösung gesucht. Werde keine Lösung gefunden, müssten die Kündigungen ausgesprochen werden.

169 Mitarbeitende übernimmt die Nachfolgegesellschaft Railcor, die per 1. April den operativen Betrieb aufnimmt. 195 weitere Beschäftigte wechseln zu anderen Firmen. Die anderen wechseln entweder innerhalb der ADtranz-Gruppe oder zu weiteren Nachfolge-Gesellschaften.

SMUV pocht auf weitere Anstrengungen

Die Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen (SMUV) teilt die Einschätzungen von ADtranz Schweiz nicht, dass die Bemühungen um Alternativen zum Stellenabbau erfolgreich abgeschlossen sind. Im Gegensatz zu ADtranz spricht die Gewerkschaft SMUV von rund 230 und nicht nur von 129 Betroffenen, die noch keine gesicherte berufliche Zukunft haben.

Rund 100 Beschäftigte sollen nämlich in andere Firmen eingegliedert oder von Nachfolgegesellschaften übernommen werden, wobei diese Arbeitsplätze teils nicht den fachlichen Qualitäten der Betroffenen entsprechen.

Für weitere fast 300 Mitarbeiter ist laut SMUV die Lösung kein Verdienst von ADtranz: 195 haben das Unternehmen von sich aus verlassen, und 97 weitere haben in anderen Abteilungen Unterschlupf gefunden, weil dort Beschäftigte gekündigt haben.

Von ADtranz werde nun erwartet, dass wie versprochen die Umstrukturierung ohne Entlassungen durchgeführt wird und dass sich ADtranz weiterhin entsprechend einsetzt.

Dass es mit Railcor gelungen ist, eine Nachfolgefirma zu schaffen, die 169 Leute weiterbeschäftigt, ist laut SMUV vor allem auf den riesigen Einsatz der ADtranz-Beschäftigten zurückzuführen, die mit Unterstützung der Gewerkschaft gegen den kaltschnäuzigen Schliessungsentscheid der damaligen ADtranz-Konzernleitung gekämpft haben.

Auch Angestellte fordern Fortführung des Engagements

Die Personalvertretung, die Gewerkschaft Syna, der VSAM und die Schweizerische Kaderorganisation stehen dem Erreichten zwiespältig gegenüber. Einerseits sei die Leistung des ADtranz-Managements zu respektieren, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Anderseits bedauern die Personalvertretung und die Arbeitnehmerverbände sehr, dass entgegen der Versprechen vom letzten Herbst nun aller Voraussicht nach Kündigungen ausgesprochen werden müssen.

Obwohl für die Betroffenen inzwischen ein grosszügiger Sozialplan erarbeitet worden sei, müsse es nichtsdestotrotz weiterhin das Ziel aller Beteiligten sein, auch für die verbleibenden Mitarbeiter eine Arbeitsstelle zu finden.

swissinfo und Agenturen


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