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Harte Strafen für Zürcher Jahrhundert-Posträuber

Die acht Haupttäter des Zürcher Jahrhundert-Postraubs vom 1. September 1997 sind am Mittwoch (3.11.) vom Bezirksgericht Zürich mit bis zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus bestraft worden. Beim Überfall waren 53 Millionen Franken erbeutet worden.

Die acht Haupttäter des Zürcher Jahrhundert-Postraubs vom 1. September 1997 sind am Mittwoch (3.11.) vom Bezirksgericht Zürich mit bis zu fünfeinhalb Jahren Zuchthaus bestraft worden. Beim Überfall waren 53 Millionen franken erbeutet worden.

Das Gericht sprach alle fünf direkt am Raubüberfall auf die Zürcher Fraumünsterpost Beteiligten, den Tippgeber sowie zwei Helfer im Sinne der Anklage schuldig. Sieben der Täter wurden mit Zuchthausstrafen von eindreiviertel bis fünfeinhalb Jahren Zuchthaus bestraft. Bedingte Strafen wurden nicht ausgesprochen. Die Anklage hatte gegen die 23 bis 40 jährigen Täter fünf bis acht Jahre Zuchthaus gefordert, die Verteidiger 18 Monate bis dreieinhalb Jahre. Die dreitägige Hauptverhandlung fand vor zwei Wochen statt.

Der Zürcher Postraub hatte weltweit grosses Aufsehen erregt. Erst die Hälfte der Beute konnte bis heute sichergestellt werden. Die Summe der Beute entsprach mit 53,1 Millionen Schweizer Franken praktisch dem gesamten Gewinn der damaligen PTT des Jahres 1996.

Die Täter mussten weitere 17 Millionen zurücklassen, da ihr Fluchtfahrzeug zu klein war. Das Geld war zum Transport in die Nationalbank vorbereitet. Die Räuberbande war rasch aufgeflogen. Ein Täter konnte erst Ende letzten Jahres in den USA verhaftet werden. Nach ihrer Festnahme zeigten sich die Täter weitgehend geständig. Kriminalexperten erklärten das Vorgehen der Posträuber als dilettantisch.

Am härtesten bestraft wurde mit fünfeinhalb Jahren Zuchthaus der 26-jährige Italiener Marcello di Santo. Er hatte als damaliger Fraumünsterpost-Angestellter die Tat geplant. Mit fünfeinviertel Jahren Zuchthaus wurde der 34-jährige Libanese Elias Alabdullah bestraft, der als Kopf der Bande gilt.

Das Gericht verwies Schadenersatzforderungen der Post auf zivile Instanzen.


SRI und Agenturen

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