Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

HEIDELBERG (awp international) - Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck hat wegen einer weiterhin schwachen Nachfrage das siebte Quartal in Folge einen Verlust eingefahren. Dennoch übertraf das Unternehmen die Schätzungen der Analysten, die von einem noch deutlicheren Minus ausgegangen waren. Im dritten Geschäftsviertel stand unter dem Strich ein Verlust von 11 Millionen Euro, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mit. Eine deutliche Trendwende bei den leidenden Druckmedien ist für Heidelberger aber immer noch nicht abzusehen.
Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Druckmaschinen-Hersteller. Danach werde der Umsatz deutlich unter dem Vorjahr liegen. Operativ geht HeidelbergDruck vor Sondereinflüssen von einem Verlust zwischen 100 und 150 Millionen Euro aus. Im Geschäftsjahr 2008/09 hatte das Unternehmen noch 3 Milliarden Euro umgesetzt bei einem operativen Verlust von 49 Millionen Euro.
Es habe am Markt bereits Gerüchte gegeben, dass Heidelberger Druck besser abschneiden dürfte als erwartet, hiess es am Morgen in einem ersten Kommentar von einem Händler. Die Aktie verteuerte sich vorbörslich deutlich. Bereits im späten Vortageshandel hatte das Papier kräftig zugelegt.
HÖCHSTER AUFTRAGSEINGANG SEIT FÜNF QUARTALEN
Zwischen Oktober und Dezember stieg der Auftragseingang der Heidelberger von 560 auf 609 Millionen Euro und damit auf den höchsten Stand seit fünf Quartalen. Der Umsatz fiel auf 578 Millionen Euro nach 750 Millionen vor einem Jahr. "Vor allem in China und Deutschland konnten wir ordentliche Geschäftserfolge erzielen", sagte Vorstandschef Bernhard Schreier. Da die Druckereien weltweit generell aber immer noch zurückhaltend mit Investitionen sind, kann Schreier aber aktuell noch keine deutliche Erholung ausmachen. In Europa, Mittleren Osten und in Afrika scheine die Talsohle durchschritten, in Nordamerika sei noch keine Verbesserung zu erkennen.
Operativ verlor der Konzern vor Sondereinflüssen 13 Millionen Euro. Mit Sondereffekten, also vor allem nicht benötigten Rückstellungen für den Personalabbau und Effekten aus dem Sparprogramm lag der operative Gewinn bei 17 Millionen Euro. Zum wichtigen Thema Finanzierung gab es Neuigkeiten. Heidelberger will eine eigentlich bis 2012 laufende Wandelanleihe bereits in diesem Februar zurückzahlen. Sein Überleben konnte der Konzern nur durch staatliche Bürgschaften und Kredite sichern.
UMBAU
Heidelberger Druck trennt sich derzeit von 4.000 seiner einst 20.000 Mitarbeiter. Ein neuer Zuschnitt des Konzerns soll die Lage zusätzlich entspannen: Der Konzern gliedert sich ab 1. April in die Sparten Geräte und Services sowie Finanzdienstleistungen. Bislang war das Unternehmen in Drucktechnik und nachgelagerte Technik wie Verpackungsmaschinen aufgeteilt. In diesen Sparten wurden auch Wartung oder der Verkauf von Verbrauchsmaterialien abgewickelt./stb/ne/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???