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HEIDELBERG (awp international) - Der Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druckmaschinen hat nach langer Suche einen Partner im Digitaldruck gefunden. Mit dem japanischen Bürokommunikationsanbieter Ricoh vereinbarte das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Mittwoch eine Kooperation. In einem ersten Schritt hätten beide Seiten ein globales Vertriebsabkommen für Ricohs digitale Produktionsdrucksysteme geschlossen.
An der Börse kam die Nachricht gut an. Die Aktie legte bis zum Mittag knapp 1,7 Prozent zu. Analyst Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank traut der Kooperation ein mittelfristiges Umsatzpotenzial von rund 50 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von etwa fünf Prozent zu.
Die weltweite Zusammenarbeit, die auch das Service- und Supportangebot von Ricoh umfasst, beginnt im April in Grossbritannien und Deutschland. Bis zur Düsseldorfer Fachmesse drupa 2012 soll die Vertriebspartnerschaft nach Unternehmensangaben weltweit ausgebaut sein.
Heideldruck war 2004 aus dem Digitaldruckgeschäft ausgestiegen und hatte sich auf grosse Druckmaschinen konzentriert. In der Wirtschaftskrise brach die Nachfrage für diese kapitalintensiven Maschinen ein. Weniger Werbung und weniger Verpackungen wurden gedruckt. Seit einiger Zeit war das Unternehmen wieder auf der Suche nach einem Partner im Digitaldruck um sein Sortiment nach unten abzurunden. Der Digitaldruck gilt für kleinere Auflagen als wirtschaftlicher und zukunftsträchtig. Um Geld zu sparen schloss das Unternehmen aber eine eigene Produktion aus.
Heideldruck hatte die weltweite Rezession schwer zu schaffen gemacht, Aufträge und Erlöse waren eingebrochen. Auf dem Höhepunkt der Krise hatten sich die Badener ihre Finanzierung nur noch mit Bankkrediten, einer öffentlichen Bürgschaft und einem strikten Sparkurs samt Entlassungen sichern können. Mit einer Kapitalerhöhung von 420 Millionen Euro im vergangenen Sommer konnte das Unternehmen aber Schulden tilgen und sein Eigenkapital stärken.
Inzwischen sieht sich der Druckmaschinenhersteller wieder auf Wachstumskurs. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen allerdings weiterhin ein deutliches Minus (2009/10: minus 229 Millionen Euro), unter anderem wegen der Tilgung von Krediten für eine Kapitalerhöhung. Der Umsatz soll moderat wachsen./enl/stb/wiz

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