Heisse Köpfe wegen UBS-Milliarden-Boni

Konsumentenschutz-Organisationen und die Sozialdemokratische Partei laufen Sturm gegen die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma). Weil diese der UBS Milliarden-Boni erlaube, müsse Finma-Chef Eugen Haltiner gehen. Dieser verteidigte sich.

Dieser Inhalt wurde am 26. Januar 2009 - 18:30 publiziert

Am Wochenende war publik geworden, dass die Schweizer Grossbank für ihre Mitarbeiter Bonuszahlungen in Milliardenhöhe ausschüttet. Dabei hatten Bund und Schweizerische Nationalbank die UBS im letzten Jahr mit einem Paket von insgesamt 68 Mrd. Franken vor dem Kollaps retten müssen.

Die Boni müssten von den Bankkunden und Kleinanlegern berappt werden, kritisierte die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Für sie liegt die Wurzel des Problems bei der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma).

Die SKS ruft Finanzminister Hans-Rudolf Merz auf, in der Behörde auch Kundenanliegen zu berücksichtigen. Dazu sollen Unabhängige im Aufsichtsorgan Einsitz haben.

Noch weiter geht die Kritik der SP: Wer gegenüber der UBS in der heutigen Situation keine Nullrunde durchsetze, dem fehle das notwendige politische Gespür. Entweder trete Finma-Chef Haltiner selbst zurück, oder Merz müsse handeln, so die Linkspartei.

Haltiner sprach im Schweizer Fernsehen von einem sachgerechten und verantwortungsbewussten Entscheid. Die Mitarbeitenden, die zum Teil ausgezeichnet gearbeitet hätten, erwarteten eine gewisse Entschädigung für ihre Leistung. Würden diese Erwartungen nicht erfüllt, könnten die Mitarbeitenden den Arbeitgeber wechseln.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen