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Helvetia-Patria setzt auf Expansion

Die Helvetia Patria Gruppe setzt in den kommenden Jahren auf eine Expansion in ihren bisherigen Märkten. Dabei strebt sie weiterhin ein zweistelliges Gewinnwachstum an.

Dieser Inhalt wurde am 25. April 2000 - 16:23 publiziert

Die Helvetia Patria Gruppe setzt in den kommenden Jahren auf eine Expansion in ihren bisherigen Märkten. Dabei strebt sie weiterhin ein zweistelliges Gewinnwachstum an. Im vergangenen Jahr hat die Versicherung - dank einem rekordhohen Finanzergebnis - den Gruppengewinn um 27,5 Prozent gesteigert.

Die 1996 aus dem Zusammenschluss der Helvetia und der Patria entstandene Holding will ausschliesslich in ihren Kernländern Schweiz, Deutschland und Österreich sowie in den Wachstumsmärkten Italien und Spanien zulegen. Wie Verwaltungsratspräsident Hans Ulrich Baumberger am Dienstag (25.04.) an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich bekanntgab, soll die Expansion durch inneres Wachstum, Partnerschaften und ergänzende Akquisitionen erfolgen.

Eine grundsätzliche Neupositionierung des Unternehmens, beispielsweise durch eine Fusion mit der "Basler" oder einem anderen Versicherer, schloss Firmenchef Erich Walser jedoch aus. "Wir wollen eine selbständige Gesellschaft bleiben", betonte er. Vermehrt will sich die Gruppe in ihren Märkten auf das rentable Privat- und KMU-Geschäft konzentrieren, wie sie in den strategischen Schwerpunkten 2000-2004 weiter festhält.

Rekordhohe Kapitalerträge

Im vergangenen Jahr hat die Helvetia Patria - wie bereits im April bekanntgegeben ihren Gewinn um 27,5 Prozent auf 133,1 Mio. Fr. gesteigert. Grund dafür sind insbesondere die um 24,6 Prozent auf 1,549 Mrd. Fr. verbesserten Kapitalerträge. Die Dividende soll von 28 auf 32 Fr. erhöht werden.

Gebremstes Prämienwachstum

Das Prämienvolumen wuchs mit einem Anstieg von 2 Prozent auf 4,113 Mrd. Fr. deutlich langsamer als Vorjahr ( 6,8 Prozent). Dabei verbesserte sich der Bereich Lebensversicherungen nur um 1,4 Prozent auf 2,212 Mrd. Franken. Im Nichtleben-Bereich sind die Prämieneinnahmen dank einem kräftigen Wachstum in Italien und Spanien um 2,6 Prozent auf 1,901 Mrd. Fr. gestiegen.

In der Schweiz hat Helvetia Patria im Lebensbereich vor allem bei Kollektivversicherungen zugelegt. Während diese anteilmässig um 13,2 Prozent zunahmen, verzeichneten die Einzelversicherungen einen Rückschlag von 11,8 Prozent. Zusammen resultierte ein Plus von 2 Prozent.

Einen grossen Teil des Zuwachses (1,3 Prozent) vedankt die Gruppe der Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank. Diese bietet ihren Kunden seit Oktober Lebensversicherungen der Helvetia Patria an.

Enttäuschendes Nicht-Lebengeschäft

Als Enttäuschung wertete Müller den Prämienrückgang von 2,7 Prozent im Schweizer Nicht-Lebengeschäft. Trotz grösserer Preisnachlässe seien im hart umkämpften Markt Verträge an Konkurrenten verlorengegangen. Zugleich hätten die rekordhohen Elementarschadenfälle von 65 Mio. Fr. das Ergebnis stark belastet. Über die Hälfte der Summe geht auf den Sturm Lothar zurück.

Guter Start im Jahr 2000

Mit einem Prämienzuwachs von 5,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode ist die Gruppe nach Angaben Walsers gut ins Jahr 2000 gestartet. Zusätzliche 6 Prozent Wachstum erwartet er von der spanischen Prevision Espanôla. Kurz vor Ablauf der Frist für das Übernahmeangebot besitze Helvetia Patria 98 Prozent des Aktien an der spanischen Versicherung.

swissinfo und Agenturen

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