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Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Angefangen hat es vor vier Jahren in New York. Heute wehren sich bereits in 150 Städten rund um die Welt Frauen mit Kreide gegen sexuelle Belästigung. Neu auch in der Schweiz.

Herzliche Grüsse aus Bern

Dieser Inhalt wurde am 13. Januar 2021 - 17:00 publiziert
Keystone / Gian Ehrenzeller

Der Bundesrat zieht die Schraube an und schliesst die Läden in der Schweiz.

Die Corona-Zahlen in der Schweiz waren zuletzt zwar rückläufig. Sorgen macht dem Bundesrat aber a) das nach wie vor hohe Niveau und b) die hochansteckenden Mutationen aus Grossbritannien und Südafrika.

Die Landesregierung hat deshalb beschlossen, den Lockdown im Land zu verlängern und auszuweiten. Bis mindestens Ende Februar geschlossen bleiben nicht nur Restaurants, Kulturbetriebe, Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen, sondern auch Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs.

Endlich hat sich der Bundesrat zudem zu einer Homeoffice-Pflicht durchgerungen. Ich habe mich schon lange gewundert, weshalb man viele Unternehmen finanziell in die Misere stürzt, während in manchem Büro frisch fröhlich und ohne Maske Schreibtisch an Schreibtisch gearbeitet wird.

SRF-SWI

Dass Corona auch Monate nach der Erkrankung noch Beschwerden machen kann, wurde bisher nur wenig berücksichtigt.

Neulich hat mir ein Bekannter erzählt, seine Schwester habe vier Monate lang am Coronavirus schwer zu beissen gehabt. Und selbst heute – über ein halbes Jahr danach – leide sie manchmal noch an Atemlosigkeit und Müdigkeit. Weil sie zu keinem Zeitpunkt auf der Intensivstation lag, gilt ihr Fall statistisch als milder Verlauf.

Das hat mir zu denken gegeben und klar gemacht, dass dieses heimtückische Virus nicht nur für Menschen einer Risikogruppe eine Gefahr darstellt. Sogenannte Long-Covid-Betroffene sind keine Seltenheit. Immer wieder kommt es vor, dass selbst Jüngere Monate unter Beschwerden leiden.

Doch in der Schweiz schenkt man diesen noch kaum Beachtung. Betroffene fühlen sich allein gelassen und greifen nun zur Selbsthilfe.

Keystone / Ennio Leanza

Während gewisse Branchen unter der Corona-Belastung ächzen, erholt sich die Börse rasant.

Long Covid scheint für die meisten Aktienkurse kein Thema zu sein (siehe Text oben). Der Schweizer Leitindex SMI hat die Rückschläge, die er beim Ausbruch der Pandemie erlitten hatte, bereits weiter wettgemacht.

Selbst Expertinnen und Experten staunen, wie rasch sich die Börse gefangen hat. Immerhin hat in vielen Ländern die Konjunktur letztes Jahr einen herben Dämpfer erfahren.

Erklärungen für den scheinbaren Widerspruch zwischen Finanzmarkt und Realwirtschaft gibt es mehrere: Etwa die Notenbanken, die mit günstigem Geld die Wirtschaft auf Vordermann bringen wollen und damit gleichzeitig die Aktienkurse befeuern. Oder die Tatsache, dass die Corona-Krise auch Gewinner wie Lonza hervorgebracht hat.

@catcallsofzrh

Catcalls: Der Kampf gegen sexuelle Gewalt kommt auch in die Schweiz.

In 150 Städten rund um die Welt – von Chicago über Bogotá und Rom bis Kairo und Dhaka – gibt es Aktivistinnen, die auf das Problem der Catcalls aufmerksam machen. Unter Catcalls versteht man anzügliche Bemerkungen gegenüber Frauen.

Ausgestattet mit Strassenkreiden schreiben die Aktivistinnen die Belästigungen prominent auf den Boden. Sie wollen damit wachrütteln und die Bevölkerung für das Problem sensibilisieren.

Nun wurden auch in Zürich vier Frauen aktiv. "Wir kommen fast nicht nach mit Kreiden", sagt eine der Initiantinnen zum Tages-Anzeiger.

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