Navigation

Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Die Wogen sind geglättet: Die sechs "Ausreisser-Kantone" lenken ein und beenden den "Terrassenstreit". Nichts verstanden? Briefing lesen…

Herzliche Grüsse aus Bern, geniessen Sie das Wochenende!

Dieser Inhalt wurde am 26. Februar 2021 - 17:00 publiziert
Keystone / Urs Flüeler

Einlenken im "Terrassenstreit": Ab Sonntag bleiben alle Restaurantterrassen geschlossen.

Sechs Kantone hatten sich dem Bund entgegengestellt. Die Landesregierung hatte am Mittwoch erklärt, dass Restaurantterrassen in der ganzen Schweiz geschlossen bleiben müssen. Doch in den Skigebieten der "Ausreisser-Kantone" wurde weiterhin Seite an Seite gezecht. Nun lenken diese ein. Ihr Entscheid habe "rein staatspolitische Gründe", heisst es.

Inzwischen hellt sich die Situation bei den Impfterminen auf: Laut Gesundheitsminister Alain Berset sollen in den kommenden Wochen grosse Mengen Impfstoff in der Schweiz ankommen. Die Kantone könnten dann quasi im Akkord beginnen zu impfen, wie SRF News berichtet.

Falls Sie öfter per Flugzeug unterwegs sind, hier noch eine weitere erfreuliche Corona-News: Der Flughafen Zürich baut sein Corona-Testangebot aus. Ab dem 1. März sind neben PCR-Speicheltests auch Antigen-Tests via Abstrich im Nasen- und Rachenbereich möglich. Zudem wurden die Öffnungszeiten ausgedehnt.

© Yoshiko Kusano

Ein Freier machte sich nach dem Sex aus dem Staub, ohne zu zahlen. Das Bundesgericht meint: Das geht nicht!

Seine Begründung war spitzfindig: Weil Prostitution eine sittenwidrige Tätigkeit sei, müsse er nicht bezahlen, hatte der Freier argumentiert. Trotzdem wurde der Mann in erster und zweiter Instanz wegen Betrugs verurteilt. Nun hat auch das Bundesgericht seine Berufung zurückgewiesen, wie meine Kollegin Patricia Islas in ihrem Artikel schreibt.

Das sei ein Schritt in Richtung einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Prostituierten, sagt die Leiterin von Xenia, einer Organisation, die sich auf die Unterstützung von Sexarbeiterinnen in der Schweiz spezialisiert hat.

Der zweite Corona-Lockdown habe auch gezeigt, dass die Regelungen in der Schweiz sehr unterschiedlich sind. "Jede kantonale Verwaltung hat ihre eigenen Regeln zur Sexarbeit und interessiert sich wenig dafür, was andere Kantone tun", sagt die Mitautorin eines Buchs zum Thema im Artikel von Patricia.

© Keystone / Martial Trezzini

Der Schweizer Pierre Krähenbühl glaubt, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bald endgültig widerlegt sind.

Er war einer der ranghöchsten Schweizer bei den Vereinten Nationen: Pierre Krähenbühl, ab 2013 Leiter des UNO-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA). 2019 musste er zurücktreten – Mitarbeitende hatten dem Genfer Machtmissbrauch, Vetternwirtschaft, Diskriminierung sowie eine unangemessene Beziehung zu einer engen Mitarbeiterin vorgeworfen. Auch der Bundesrat liess Krähenbühl fallen.

Nun berichtet das Westschweizer Fernsehen RTS, dass die UNO-Untersuchung Krähenbühl weitgehend von den Vorwürfen entlasten würde. Mein Kollege Frédéric Burnand sprach exklusiv mit Krähenbühl über die Hintergründe.

Die USA hatten sich unter Donald Trump 2018 vollständig aus dem finanziellen Engagement bei der UNRWA verabschiedet, was zu einem Finanzloch von 300 Millionen Dollar geführt hatte. Der ehemalige Spitzenbeamte glaubt, ihm und der UNWRA sei nicht verziehen worden, dass er die tiefe finanzielle Krise der Organisation mit zusätzlicher Unterstützung von rund 40 Staaten überwinden konnte.

Keystone / Christian Beutler

Papier sammeln macht Sinn. Was aber, wenn es überbordet?

Im Lockdown wird online gekauft, was das Zeug hält. Postangestellte können ein Lied davon singen. Die Konsequenz: Kartonverpackungen ohne Ende. Wenn sauber verschnürt, ist das kein Problem für die Entsorgung. Nun aber wachsen die Kartonberge an den Strassenrändern.

Um 30% hätten die deponierten Kartons zugenommen, schreibt Watson.ch. Nun wolle die Stadt Winterthur nur noch die korrekt hingestellten Kartons mitnehmen. Korrekt, das heisst laut Behörden: flach gedrückt und mit einer Schnur sauber gebündelt, in eine offene Schachtel gestellt und verschnürt oder zerkleinert in braunen Containern.

Ein Chaos auf den Strassen droht trotzdem nicht: Falsch deponierte Kartons sollen mit einem Hinweis-Kleber versehen werden. Bei einer nächsten Tour aber will man sie dann doch wieder mitnehmen. Schliesslich muss die Schweiz ihrem Image als Sauberland treu bleiben.

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.