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PALO ALTO (awp international) - Es ist die erste Bewährungsprobe für den frischgebackenen HP-Chef Léo Apotheker: Das Geschäft beim weltgrössten Computerbauer Hewlett-Packard läuft unrund. Im ersten Geschäftsquartal gingen die PC-Verkäufe an Privatkunden um satte 12 Prozent zurück und die Firmenkunden fragten gleichzeitig weniger der lukrativen IT-Dienstleistungen nach. Der aus Deutschland stammende Manager und ehemalige SAP-Lenker sah sich gezwungen, den Ausblick auf das restliche Jahr herunterzuschrauben.
Die Aktie brach nach dieser Hiobsbotschaft am Dienstag nachbörslich um mehr als 12 Prozent ein. Binnen kürzester Zeit lösten sich damit fast 13 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung in Rauch auf. Und selbst am Mittwochmorgen, als sich die Gemüter wieder etwas beruhigt hatten, lag das Papier vorbörslich noch 10 Prozent im Minus.
Apotheker hatte das Ruder vor nicht so langer Zeit vom geschassten Vorgänger Mark Hurd übernommen und steht deshalb unter besonderer Beobachtung: Hurd hatte das Unternehmen nach einer undurchsichtigen Affäre mit einer externen Mitarbeiterin im August verlassen müssen. Bei den Investoren hatte das Bestürzung ausgelöst. Denn Hurd hatte HP mit Kosteneinsparungen zu Milliardengewinnen getrieben und den Konzern durch Zukäufe zur Nummer eins der Branche gemacht.
Apotheker nun hat die Kostenschraube gelockert und stellt vor allem mehr Geld für Forschung und Entwicklung bereit. Das zahlt sich jedoch erst auf lange Sicht aus. HP sieht sich Umbrüchen des klassischen PC-Geschäfts gegenüber: Smartphones und Tablet-Computer werden immer beliebter und könnten nach Expertenmeinung auf lange Sicht den Laptop oder Tischrechner verdrängen.
HP hält mittlerweile mit eigenen mobilen Geräten dagegen, fristet hier aber noch ein Mauerblümchen-Dasein. Von den Apple-Erfolgen mit iPhone und iPad kann der Konzern nur träumen.
Für das gerade angebrochene Geschäftsjahr, das im Januar 2012 endet, nahm HP auch deshalb seine Umsatzerwartungen zurück: Statt bis zu 133,5 Milliarden Dollar rechnet das Unternehmen nun noch mit maximal 131,5 Milliarden Dollar (95,7 Mrd Euro). Nicht mal die gleichzeitig angehobene Gewinnprognose konnte die Anleger besänftigen - denn, so die Denke: Der Gewinn lässt sich immer irgendwie durch Einsparungen hochtreiben, Verkäufe aber nicht ohne Weiteres herbeizaubern.
HP enttäuschte umso mehr, als der Rivale Dell jüngst blendende Zahlen veröffentlicht hatte. HP ist aber noch mehr vom Privatkundengeschäft abhängig als Dell. Und die Privatkunden orientieren sich gerade halt stark Richtung iPad und Co.
Apotheker strich das blendend laufende Geschäft mit den grossen und leistungsstarken Firmenrechnern und den Speichersystemen heraus, die um 22 Prozent zulegten. Speicher gelten als Wachstumsmarkt, weil die Datenmengen stetig steigen und zudem das sogenannte Cloud Computing an Fahrt gewinnt, bei dem Programme oder Dienstleistungen übers Internet bereitgestellt werden. Auch das Druckergeschäft laufe gut, sagte Apotheker. Hier stieg der Umsatz um 7 Prozent.
Konzernweit konnte HP seinen Umsatz im ersten Geschäftsquartal aber nur um 4 Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar hochschrauben und blieb damit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf unterm Strich 2,6 Milliarden Dollar - dieser Fakt interessierte die Börsianer allerdings kaum noch./das/DP/enl

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