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Historische Finalqualifikation

Der Schweizer 'Unter-17' Tranquillo Barnetta gewinnt ein Kopfballduell und steht im Final gegen Frankreich.

(Keystone)

Dank einem souveränen 3:0- Halbfinalsieg über England steht mit der U-17 erstmals eine Schweizer Auswahl im Final einer EM-Endrunde.

Der Finalgegner am Freitag um 16.00 Uhr heisst Frankreich. Die Franzosen bezwangen Spanien im anderen Halbfinal nach einem 1:1 in der normalen Spielzeit mit 4:3 im Penaltyschiessen. In den Gruppenspielen hatte die Schweiz den kommenden Finalgegner bereits einmal mit 2:1 geschlagen.

Zwei Schüsse, zwei Tore

Effizienz zeichnete die Schweizer Leistung gegen England aus. Zweimal kam das Team von Trainer Markus Frei in der ersten Stunde im gegnerischen Strafraum zum Abschluss, beide Male war es erfolgreich.

Schon in der 7. Minute schloss YB-Stürmer Boban Maksimovic ein schönes Zusammenspiel mit Marco Schneuwly erfolgreich ab. Ansonsten standen die Schweizer in der ersten Halbzeit unter ständigem Druck Englands.

Dieses vergab aber seinerseits drei grosse Torchancen schon in der Startviertelstunde. In dieser Phase hatte vor allem das zentrale Mittelfeld der Schweiz mit Stefan Iten, Reto Ziegler und Sandro Burki Mühe, dem Schweizer Spiel eine spielerische Linie zu geben.

Viele Fehlpässe waren die Folge. "Der Gegner hiess schliesslich England und war nicht irgend wer," meinte Trainer Frei danach entschuldigend.

Der Druck der Engländer nahm dann mit zunehmender Spieldauer ab. Das zweite Tor von Maksimovic in der 58. Minute entschied die Partie vorzeitig. Als Marko Milosavac kurz vor Schluss gar auf 3:0 erhöhte, war es um die entkräfteten Engländer geschehen.

Für den Final gerüstet

Im fünften Spiel innert zehn Tagen war die Gegenwehr nur noch gering. Die ausgezeichnete Viererkette der Schweiz, die in fünf Spielen erst zwei Treffer zuliess, wurde immer weniger auf den Prüfstand gestellt.

Der frühere Trainer St. Gallens hatte das Spiel mit Maksimovic auf der ungewohnten rechten und Milosavac auf der linken Seite begonnen. "Damit wollten wir die Engländer überraschen."

In der Pause haben die beiden dann die Seiten gewechselt, um den Gegner nochmals zu verwirren. "Ob Maksimovic deshalb zwei Tore gelangen, weiss ich nicht," sagte Frei strahlend.

Ansonsten hatte Schneuwly, der seit dem Startspiel nie mehr in der Startformation stand, den einzigen Platz im Angriff von Dugic übernommen. Reto Ziegler kam im Mittelfeld für Schlauri zum Einsatz, der zuletzt dreimal von Beginn an spielte.

Aufgrund der bisher überzeugenden Auftritte der Schweiz darf man auch für den Final einiges erwarten. In drei Gruppenspielen sowie im Viertel- und Halbfinal blieb sie siegreich und kassierte bei 12 eigenen Treffern nur zwei Gegentore.

Beeindruckend vor allem die Ergebnisse in den K.o.-Spielen: Georgien und England wurden je mit 3:0 bezwungen.

Live auf Eurosport

Für Ärger und Enttäuschung hatte in der Schweiz eine kurzfristige Umdisposition des TV-Senders "Eurosport" gesorgt. Obwohl im Programm die Direktübertragung des Halbfinals England - Schweiz angekündigt worden war, entschied die Regie im letzten Moment, den anderen Halbfinal zu übertragen.

Dank dem Sieg der Schweizer ist nun aber ein noch wichtiger Live-Auftritt im Final garantiert.

swissinfo und Peter Leuenberger (Si)

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