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Hitze-Welle in der Schweiz

Noch ist der Sprung ins Wasser wirklich erfrischend, die Flusstemperaturen sind noch recht kühl.

(Keystone)

In der Nordschweiz sind Temperaturen über 30 Grad im Juni selten. Schüler haben hitzefrei, und die Ozonbelastung steigt.

So eine Hitze-Welle hat es in der Schweiz schon lange nicht mehr gegeben. In Bern kletterten die Temperaturen im Monat Juni letztmals vor 55 Jahren auf über 30 Grad, wie MeteoSchweiz am Montag auf Anfrage bekannt gab. Temperaturen über 30 Grad und damit so genannte Hitzetage im Juni sind selten.

Kein Ende in Sicht

Noch ist der Höhepunkt nicht erreicht, Meteorologen rechnen mit einem weiteren Anstieg der Temperaturen bis Mitte Woche - die Rede ist von 35 Grad. Solch hohe Werte sind in der Schweiz im Juni letztmals 1947 erreicht worden.

Es lockt also weiterhin das kühle Nass. Und kühl sind die Wasser-Temperaturen der meisten Seen und Flüsse wirklich noch. Bloss in kleineren Seen kletterte das Thermometer bereits über 20 Grad. Denn noch ist die Schneeschmelze nicht vorbei.

In Gebieten im Unterland, die auch in den nächsten Tagen vor Wärmegewittern verschont bleiben, wird die Wassertemperatur jedoch sicher bald ansteigen.

Basler Kinder: Ab in die Badi!

Grossandrang in den Bade-Anstalten hat am Montagnachmittag sicher die Stadt Basel zu verzeichnen: Die Schülerinnen und Schüler haben Hitzeferien.

Dies hat das Erziehungsdepartement entschieden, nachdem die Temperaturen um 09.00 Uhr bereits 23,2 Grad betrugen. Nicht frei hatten die Kindergärten und Tagesschulen sowie die Absolventen der Maturitätsprüfungen.

Herrschen nämlich am Morgen früh bereits 21 Grad Celsius, so sind es am Nachmittag in der Regel 30 Grad und mehr. Diese hohen Temperaturen bei hoher Luftfeuchtigkeit erschweren die Wärmeabgabe des Körpers, was im Extremfall zu Hitzestaus führen kann. In jedem Fall seien das Wohlbefinden und die Konzentrations-Fähigkeit der Kinder und Jugendlichen im
Klassenzimmer massiv herabgesetzt.

In der Stadt Basel sind die Temperaturen kurz nach 12.00 Uhr bereits auf 30 Grad geklettert. Innerhalb von gut zwei Stunden betrug der Temperaturanstieg damit fünf Grad.

Ozonbelastung an den meisten Stationen zu hoch

Das Sommerwetter hat die Ozonbelastung in der Schweiz massiv in die Höhe getrieben. An 11 von 16 Stationen wurde der Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten, wie den Daten des Nationalen Beobachtungsnetzes für Luftfremdstoffe (NABEL) vom Sonntagnachmittag zu entnehmen war.

Der höchste Wert wurde (wie häufig im Sommer) in Lugano mit 196 Mikrogramm gemessen. Für die nächsten Tage erwarten die Experten noch mehr Ozon.

Die Hitzewelle in der Schweiz hat bei vielen Menschen zu Gesundheits-Problemen geführt. Der Chefarzt des Notfallzentrums des Berner Inselspitals, Heinz Zimmermann, verzeichnete am Montag einen Anstieg der Notfälle vor allem wegen Kreislaufbeschwerden. Genügend Flüssigkeit und guter Sonnenschutz sollen vorbeugen.

Ab in den Expo-Nebel

Baden verboten ist weiterhin an der Expo.02, die ja an und auf dem Wasser stattfindet. Aus Sicherheitsgründen könne man nicht davon abweichen, betonten die Verantwortlichen am Wochenende mit Nachdruck, denn die Verbotstafeln innerhalb der Arteplages wurden verschiedentlich ignoriert.

In Yverdon war die Wolke, die Abkühlung im Nebel, übrigens am Sonntagnachmittag ein Anziehungspunkt, den verschiedene Expo-Besucher gleich mehrmals aufsuchten.

Eva Herrmann und Agenturen

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