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ESSEN (awp international) - Der Aufsichtsrat des grössten deutschen Baukonzerns berät Anfang der kommenden Woche über das Übernahmegebot des Grossaktionärs ACS . Das Aufsichtsgremium, in dem auch zwei Vertreter des spanischen Konzerns sitzen, komme am Montag zu einem ausserordentlichen Treffen zusammen, sagte eine Sprecherin des Essener Baukonzerns am Mittwoch. Dabei gehe es um das ACS-Gebot. Der spanische Baukonzern ACS, der bereits knapp 30 Prozent an Hochtief hält, hatte Mitte September ohne Abstimmung mit Hochtief eine Offerte für die übrigen Anteile vorgelegt. Hochtief will gegen die Offerte vorgehen.
Einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" vom Mittwoch zufolge werden bei der Sitzung am Montag keine Massnahmen gegen die ACS-Offerte beschlossen. Die Sitzung diene vor allem der Information des Aufsichtsrates. Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter ist verstimmt über den ACS-Vorstoss und hofft bei einem Kampf gegen die Spanier auch auf die Unterstützung von politischer Seite. "Die aktuellen Vorgänge sind in der Politik nicht unbeachtet geblieben", hatte er der "Welt" am Wochenende gesagt.
Angesprochen auf die Abwehrschlacht sagte er: "Wir haben eine Menge interessanter Möglichkeiten und wir arbeiten derzeit intensiv daran, dass Hochtief seine Unabhängigkeit behält. So ist das Unternehmen gross geworden und so wollen wir auch in Zukunft erfolgreich sein." Er ist vor allem wegen der zuvor guten Zusammenarbeit mit ACS enttäuscht und fühlt sich von den Spaniern getäuscht. "Nach den vielen Gesprächen in den vergangenen Jahren hatte ich den Eindruck, ACS und wir zögen an einem Strang. Ich glaubte, dass wir gemeinsam Hochtief stärken wollten, um den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern." Es sei schon eine unangenehme Überraschung, plötzlich vom eigenen Partner attackiert zu werden.
Das Aufsichtsgremium der Hochtief AG hatte sich bereits in der vergangenen Woche mit einem neuen Ausschuss für das weitere Vorgehen gegen ACS gewappnet. In diesem sind die beiden von ACS geschickten Vertreter, Angel Garcia Altozano und Marcelino Fernandez Verdes, nicht vertreten. In dem neuen eingerichteten Ausschuss können schneller Entscheidungen über die weiteren Schritte gegen ACS beraten werden. Für das Treffen am Montag sind jedoch alle Mitglieder des Aufsichtsgremiums eingeladen. Ob die beiden kommen, konnte die Sprecherin nicht sagen. "Sie sind eingeladen, aber ob sie kommen, wissen wir nicht", sagte sie. Neben den beiden offiziell von ACS entsandten Vertretern soll Berichten zufolge der frühere Continental-Chef Manfred Wennemer den Spaniern nahe stehen. Aus Finanzkreisen verlautete am Mittwoch, dass beide ACS-Vertreter nicht an der Sitzung teilnehmen werden.
Der spanische Konzern will bis zum Jahresende seine Beteiligung an Hochtief auf mehr als 30 Prozent erhöhen, um dann über Zukäufe an der Börse den Anteil auf mehr als 50 Prozent aufzustocken. Deutschlands grösster Baukonzern bastelt derzeit an einer Abwehrstrategie und wird dabei von Goldman Sachs, der Credit Suisse und der Deutschen Bank beraten. ACS bietet den Hochtief-Aktionären acht eigene Anteile für fünf Hochtief-Aktien. Gemessen am aktuellen ACS-Kurs wird eine Hochtief-Aktie mit der Offerte mit 58,58 Euro bewertet. Aktuell kostet das im MDax notierte Papier an der Frankfurter Börse 63,90 Euro./zb/ep/tw

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