Hockey-Eklat in Olympia

One-Way-Ticket von Salt Lake City in die Schweiz für Marcel Jenni (Bild) und Reto von Arx. Keystone Archive

Die Nati-Stürmer Marcel Jenni und Reto von Arx wurden heimgeschickt. Sie hatten eine Nacht durchgezecht - für Coach Ralph Krueger unsportlich.

Dieser Inhalt wurde am 14. Februar 2002 - 08:02 publiziert

Nach der 2:5-Niederlage gegen die Ukraine am Dienstag und dem Verpassen der Finalrunde analysierte das Team unter Nati-Coach Krueger die Situation: Die Mannschaft sprach sich dafür aus, in den verbleibenden zwei Olympia-Spielen gemeinsam auf die Erfolgsstrasse zurückzukehren.

Unmittelbar nach dieser Aussprache verliessen offensichtlich Jenni und von Arx das olympische Dorf und kehrten erst morgens um 7 Uhr wieder zurück.

Coach sauer

"Ich konnte dieses unsportliche Verhalten der Mannschaft gegenüber nicht akzeptieren", begründete Krueger seinen Entscheid.

Er schickte die beiden Spieler umgehend nach Hause. Sie wurden also noch vor dem Spiel gegen Weissrussland aus Olympia verbannt. Dieses letzte Gruppenspiel des olympischen Eishockey-Turniers gewannen die Schweizer 2:1. Die Schweizer spielen noch mit den Österreichern um den 11. Rang.

Keine Strafe für schlechtes Spiel

Krueger betont, dass Jenni und von Arx nicht als Sündenböcke für die misslungene Olympia-Expedition herhalten müssen. "Die gesamte Mannschaft übernimmt die Verantwortung für die beiden Spiele gegen Frankreich und die Ukraine", so Krueger.

Keine Spiele mehr unter Coach Krueger

Marcel Jenni hat sich bereits kurz nach der Sanktion beim Verband und insbesondere bei Ralph Krueger entschuldigt. Demgegenüber zeigt von Arx offenbar keine Reue.

Die suspendierten Spieler betonten vor dem Abflug in die Schweiz, unter Trainer Krueger würden sie nicht mehr in der Nationalmannschaft spielen, meldetet die Deutsche Nachrichtenagentur dpa.

swissinfo und Agenturen

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