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Hoffnungsvolle Zukunft für den Genfer Flughafen

Unter der neuen Leitung der SAir Group soll die Bedeutung des Genfer Flughafens wieder wachsen.

(Keystone)

Mit 7,8 Mio. Passagieren hat der Genfer Flughafen ein Rekordjahr hinter sich. Für rasantes Wachstum sorgte insbesondere der Billigflieger EasyJet. Flughafen-Direktor Jean-Pierre Jobin hofft auf die Nach-Bruggisser-Ära bei der SAirGroup.

Die Zahl der Passagiere ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Prozent gestiegen. «Damit haben wir das Durchschnittswachstum in Europa von 6 bis 8 Prozent deutlich übertroffen», erklärte Jean- Pierre Jobin, Direktor des Internationalen Flughafens Genf Cointrin (AIG).

Der EasyJet-Effekt

«Der Nettogewinn für das Jahr 2000 dürfte über 30 Mio. Franken betragen», sagte Jobin. Den Fortschritt verdanke der Flughafen vor allem EasyJet (Switzerland). Mit über einer Million Passagiere sei der Genfer Ableger der britischen Billigfluggesellschaft für Cointrin «zur zweiten Gesellschaft nach Swissair» geworden. EasyJet habe im vergangenen Jahr über 75 Prozent neue Passagiere dazugewonnen.

Gemäss Jobin hat der Genfer Flughafen von der wirtschaftlichen Dynamik profitiert. «Das Wachstum ist zur Hauptsache auf Passagiere aus der Region, inklusive dem benachbarten Frankreich, zurückzuführen», sagte er.

«Entsprechend erwarten wir Rekordzahlen», hielt er fest. Das Geschäftsjahr 1999 hatte der Genfer Flughafen noch mit einem Defizit von 22,2 Mio. Franken abgeschlossen. Grund dafür waren Rückstellungen von 55 Mio. Franken zu Gunsten von Entschädigungen an Anwohner.

Die Ära nach dem 23. Januar 2001

Nach dem guten Resultat dauere der Aufschwung für den Flughafen auch 2001 weiter an. Und die Perspektiven werden nach dem Rücktritt des SAir-Chefs Philippe Bruggisser noch besser: «In unseren Beziehungen zur SAirGroup gibt es eine Ära vor dem 23. Januar und eine Ära danach», meinte Jobin.

«Vor diesem Datum waren unsere Beziehungen zur SAirGroup schwierig, weil Bruggisser Genf auf den Weltkarten durchgestrichen hatte», führte der Cointrin-Direktor aus. Das Streckennetz sei vollständig auf Zürich konzentriert worden, Genf habe nicht mehr existiert.

Keine Illusionen

«Seit dem 23. Januar könnten unsere Beziehungen mit den neuen SAir-Verantwortlichen nicht besser sein», sagte Jobin weiter. Seiner Ansicht wird Genf sowohl vom Verwaltungsratspräsidenten Eric Honegger wie vom SAir-Lines-Chef Moritz Suter sehr geschätzt. «Auch wir verstehen uns gut mit ihnen», betonte der Flughafen-Direktor.

Allerdings macht er sich keine Illusionen. Derzeit prüfe die SairGroup verschiedene Szenarien, doch bei den möglichen Änderungen und Restrukturierungen stehe Genf nicht im Zentrum.

Der Genfer Flughafen beginne vom Konzept «Eurocross II» zu profitieren, das Crossair in diesem Winter gestartet habe. Im Sommer-Fahrplan nimmt Crossair noch weitere Destinationen auf, die bislang von Swissair angeflogen worden sind.

«Das Konzept Eurocross II funktioniert nach dem Basler Eurocross- Modell», sagte Jobin. Seit Moritz Suter Chef der Fluggesellschaften der SAirGroup geworden sei, habe er die Entwicklungspläne für Genf bestätigt. Und dies trotz der angespannten finanziellen Lage der SAirGroup.

swissinfo und Agenturen

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