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(Ergänzt um weitere Details zu Geschäftsverlauf und Regionen)
Jona (awp) - Der Zementhersteller Holcim hat im Geschäftsjahr 2010 trotz gestiegener Verkaufszahlen weniger verdient. Als Ursache werden schlechtere Geschäftsabschlüsse in Indien und Mexiko genannt. Zudem machten dem Konzern der harte Winter und das schlechte Wetter, das viele Baustellen lahm legte, zu schaffen.
Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 2,5% auf 21'653 Mio CHF, der betriebliche EBITDA sank dagegen um 2,5% auf 4'513 Mio CHF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
Eine schwache Nachfrage in Mexiko und hohe Energiekosten in Indien werden als Grund für diese Entwicklung genannt. Holcim Apasco sei von der schwachen Binnennachfrage getroffen worden, und bei ACC führte die verspätete Inbetriebnahme zusätzlicher Zementkapazitäten zu höheren Produktions- und Distributionskosten. Bei den Zuschlagstoffen habe die betriebliche EBITDA-Marge des Konzerns jedoch zugenommen. Unter dem Strich ging der der Konzerngewinn nach Minderheitsanteilen gar um 19,6% auf 1'182 Mio CHF zurück.
Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Bardividende von 1,50 CHF erhalten. Sie wird steuerfrei aus der Kapitalausschüttungsreserve bestritten.
In Europa und Nordamerika zeigte nach Unternehmensangaben die anziehende Konjunktur in der Bauwirtschaft noch wenig Wirkung, denn die Impulsprogramme seien nicht überall konsequent umgesetzt worden. Zudem hätten Kälteperioden und heftige Regenfälle die Bautätigkeit in vielen Ländern gehemmt.
Nach einem ausserordentlich harten Winter verbesserte sich die Konjunktur in einigen westeuropäischen Staaten über Erwarten, insbesondere in Deutschland und Grossbritannien. Hingegen blieben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Süd- und Osteuropa durch die hohe Verschuldung das ganze Jahr über schwierig.
Der harte Winter in weiten Teilen der USA habe die Verkäufe in der Konzernregion zum Jahresstart geschmälert. Im Jahresverlauf stiegen die Liefermengen aber an. Neben der hinderlichen Witterung habe auch die mangelnde Nachfrage nach Wohn- und Geschäftsimmobilien die Volumen gedrückt. Für einen gewissen Ausgleich hätten Lieferungen für industrielle Bauvorhaben und Infrastrukturinvestitionen gesorgt. Alles in allem stiegen die Zementverkäufe von Holcim US an.
Die aufstrebenden Märkte blieben - unter anderem gestärkt durch eine solide Bautätigkeit - weitgehend auf Wachstumskurs. In einer Reihe von Ländern wirkten sich der Monsun und tropische Stürme temporär negativ auf den Geschäftsverlauf aus.
In Indien blieb der Zementverbrauch jedoch auf hohem Niveau. Investitionen in die Infrastruktur und der Nachholbedarf im Wohnbau förderten die Baukonjunktur ebenso wie die steigende Nachfrage des gewerblich-industriellen Sektors. Der Zementverbrauch erreichte im ersten Halbjahr zweistellige Wachstumsraten, bevor er sich im zweiten Semester monsunbedingt etwas abschwächte.
Der Zementkonzern geht für 2011 davon aus, Absatzsteigerungen in allen Segmenten zu erzielen. Der Konzern werde alles daransetzen, dem Anstieg der Produktions- und Distributionskosten mit Nachdruck durch Preiserhöhungen entgegenzuwirken.
In Asien ist mit einem fortgesetzten Wachstum und zusätzlichen Bauaktivitäten in Ozeanien in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen. Leicht steigende Volumen werden für Europa und Nordamerika erwartet, und auch Lateinamerika darf von einer wachsenden Baustoffnachfrage ausgehen. Verhaltener wird die Entwicklung allerdings in der Konzernregion Afrika, Naher Osten sein.
Verwaltungsrat und Konzernleitung sind überzeugt, dass der Konzern am weiteren Wachstum in den aufstrebenden Märkten erfolgreich teilhaben wird und in Europa und Nordamerika dank der schlanken Kostenstruktur von einer weiteren Konjunkturerholung überdurchschnittlich profitieren wird.
Weiteren Unternehmensangaben zufolge schlägt Holcim die Zuwahl von Alexander Gut in den Verwaltungsrat vor. Gut ist Managing Partner von Gut Corporate Finance AG in Zürich. Er sitzt seit vergangenem Jahr auch im Verwaltungsrat von Adecco.
ps/ra

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