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Jona (awp) - Der Baustoffkonzern Holcim hat im ersten Semester 2010 den Umsatz vor allem dank der neu konsolidierten Tochtergesellschaft in Australien deutlich gesteigert. Auf vergleichbarer Basis waren die Verkäufe dagegen rückläufig, während sich das operative Ergebnis wegen des anhaltenden Preisdrucks nur leicht verbessert hat. Der Reingewinn ging dagegen wegen einer bereits im ersten Quartal verbuchten Steuerbelastung markant zurück. Im Ausblick auf das Gesamtjahr bleibt das Unternehmen unbestimmt.
Der Nettoverkaufsertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,1% auf 10'902 Mio CHF. Auf vergleichbarer Basis ergab sich indes ein Minus von 0,8%. Holcim hat damit im zweiten Quartal einen Teil des organischen Umsatzverlustes aus dem ersten Quartal aufgeholt. Im Q1 lag das organische Minus noch bei 3,3%.
Nach dem ersten Quartal mit dem schneereichen Winter auf der nördlichen Halbkugel habe sich das konjunkturelle Bild etwas aufgehellt, teilt Holcim am Donnerstag mit. In einzelnen Märkten Westeuropas und in Nordamerika habe die Baustoffnachfrage zugenommen und Asien bleibe auf Wachstumskurs. Gut gehalten hätten sich auch Lateinamerika und die Region Afrika, Naher Osten.
Von einer globalen Konjunkturerholung könne jedoch nicht die Rede sein. Nach wie vor gebe es Unsicherheitsfaktoren, welche eine Prognose erschweren würden.
Der konsolidierte Zementumsatz zog im ersten Semester um 4,1% auf 67,8 Mio Tonnen an, die Zuschlagstoffe um 17,1% auf 73,2 Mio Tonnen und der Transportbeton um 13,5% auf 21,9 Mio Kubikmeter. Gegenüber dem ersten Quartal hätten alle Segmente mehr abgesetzt. Zu diesem Mengenwachstum habe vor allem die neukonsolidierte Holcim Australia beigetragen.
ANHALTENDER PREISDRUCK
Der betriebliche EBITDA erhöhte sich um 9,3% auf 2'343 Mio CHF und die entsprechende Marge auf 21,5 von 21,3%. Diese Steigerung ist wie diejenige des Umsatzes vor allem akquisitionsbedingt zustande gekommen. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei 2,0%. Zum Ergebnis hätten vor allem die reifen Märkte in Australien und Nordamerika sowie die Konzernregion Afrika, Naher Osten beigetragen. Gestützt wurde die Entwicklung vom laut Holcim straffen Kostenmanagement, während ein verstärkter Wettbewerb Druck auf die Preise ausgeübt habe.
"Gegenüber 2009 sind die gewichteten Preise im ersten Semester 2010 durchschnittlich um rund 2% zurückgegangen", sagte CEO Markus Akermann anlässlich einer Telefonkonferenz. Die Preisentwicklung vom ersten zum zweiten Quartal gab er mit -0,9% an.
Der Konzerngewinn vor Minderheiten nahm um 22,4% auf 611 Mio CHF ab und der Gewinn nach Minderheiten um 37,2% auf 331 Mio CHF. Der Reingewinn wurde von einer einmaligen, nicht cashwirksamen Steuerbelastung von 186 Mio CHF im Zusammenhang mit der Bereinigung der Beteiligungsstruktur in Nordamerika belastet. Verbucht wurde diese bereits im ersten Quartal.
KEINE KONKRETE PROGNOSE
Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2010 zeigt sich Holcim unbestimmt. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr wollte Akermann nicht machen, weder für die erwartete Umsatzentwicklung noch für die Preise. In gewissen Ländern sieht Holcim Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung und eines erhöhten Preisdrucks.
Die wirtschaftliche Lage in Europa und Nordamerika bleibe trotz vereinzelt positiver Signale mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, hiess es. Für die meisten Länder Lateinamerikas sei mit einer stabilen Nachfrage zu rechnen und die Nachfrage in den Konzernregionen Afrika, Naher Osten und insbesondere Asien, Ozeanien werde weiter wachsen.
NEUER FINANZCHEF
Weiter gab Holcim die Ernennung von Thomas Aebischer zum neuen Finanzchef bekannt. Er wird ab April 2011 Theophil Schlatter ablösen, welcher dann in den Ruhestand tritt.
An der Börse sorgten die verhaltene Entwicklung des betrieblichen EBITDA sowie die Zurückhaltung beim Ausblick für Enttäuschung. Der Titel verliert bis um die Mittagszeit rund 4,6%.
cf/tp

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