Holcim klagt gegen Venezuela

Der Schweizer Zementkonzern Holcim klagt vor dem Internationalen Schiedsgericht der Weltbank gegen Venezuela, weil das Land Enteignungen ohne Entschädigungen vorgenommen haben soll.

Dieser Inhalt wurde am 23. März 2009 - 08:41 publiziert

Bei der Klage gegen Venezuela beruft sich Holcim auf ein Investitionsschutz-Abkommen zwischen der Schweiz und dem südamerikanischen Land von 1993. Venezuela habe dieses Abkommen verletzt. Holcim verlangt eine Entschädigung in Höhe des Marktwerts ihrer Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der Enteignung.

Holcim ist einer der weltweit führenden Anbieter von Zement und Zuschlagstoffen (Schotter, Kies und Sand), mit Sitz in Jona, St. Gallen. Der Konzern hält Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen in mehr als 70 Ländern auf allen Kontinenten.

Vergangenes Jahr hatte Venezuela die nationale Zementindustrie verstaatlicht. In der Folge hatte Holcim mit der Regierung vereinbart, gegen eine Entschädigung von 85% seine Gesellschaft an den Staat abzutreten.

Die Regierung habe sich aber nicht an diese Grundsatzvereinbarung gehalten. Holcim sei nie für die enteigneten Vermögenswerte entschädigt worden, schreibt Holcim.

Holcim war seit 1978 mit einer Niederlassung in Venezuela vertreten. Diese trug mit rund 200 Mio. Dollar rund 1% zum Konzernumsatz bei.

swissinfo und Agenturen

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