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Holderbank mit elf Prozent mehr Gewinn

Der Zementkonzern Holderbank setzt auf weltweite Expansion.

(Keystone Archive)

Der Zementriese Holderbank schreibt weiter solide Gewinne. Seine weltweite Präsenz hat der Konzern im Jahr 2000 mit neuen Beteiligungen in Osteuropa, Asien und Nordafrika ausgebaut. Eine Kapitalerhöhung soll die Finanzierung unterstützen.

"Die Fokussierung auf das Zementgeschäft und eine Straffung der Kosten haben sich ausbezahlt", erklärte Holderbank-Chef Thomas Schmidheiny am Donnerstag (29.03.) an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Mit einer erfreulichen Ertragsverbesserung habe das Unternehmen, das voraussichtlich im Mai in «Holcim» umgetauft wird, die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt.

Trotz wirtschaftlich schwierigeren Bedingungen in mehreren Ländern habe der Konzern den Betriebsgewinn um 17,3 Prozent auf 2 Mrd. Franken verbessert. Damit übertrifft er das Wachstum des Umsatzes, der sich um 15 Prozent auf knapp 14,01 Mrd. Franken erhöhte. Unter dem Strich kletterte der Konzerngewinn nach Minderheitsanteilen um 11,4 Prozent auf 886 Mio. Franken.

Dollar hilft mit

Wie Finanzchef Theophil Schlatter ausführte, verdankt Holderbank das gute Betriebsergebnis zu 7 Prozent günstigen Währungseinflüssen. Rund 6 Prozent habe Holderbank über höhere Preise und tiefere Kosten erzielt. Die verbleibenden 4 Prozent führte er auf Änderungen bei Beteiligungen zurück.

Mit Abstand die grössten Gewinne schreibt der Konzern in Südamerika. Hier habe Holderbank mit einem Gewinnanstieg um 43 Prozent auf 835 Mio. Franken ein "Glanzresultat" vorgelegt.

Nur leicht verbessert hat sich der Konzern in Europa. Hier weist Holderbank einen Betriebsgewinn von 540 Mio. Franken aus. Massiv war die Einbusse nach Angaben Schmidheinys in Deutschland, wo die Bautätigkeit drastisch zurück gegangen sei.

Engpässe in den USA

Weniger Geld eingenommen hat Holderbank auch in Nordamerika. Konzernleitungs-Mitglied Benoît Koch führte den Rückgang des Betriebsgewinnes von 424 Mio. auf 423 Mio. Franken auf höhere Kosten zurück. Aufgrund von Kapazitäts-Engpässen habe Zement zu teureren Preisen importiert werden müssen. Im laufenden Jahr schaffe die Eröffnung neuer Produktionswerke Abhilfe.

In Asien hat sich Holderbank seit der Finanzkrise von 1997 mit zahlreichen Beteiligungen zum grössten Zementanbieter der Region vorgearbeitet. Weitere Akquisitionstouren stehen bevor. Der Gewinn stieg in dieser Region von 69 auf 97 Mio. Franken.

Um die weltweiten neuen Beteiligungen der vergangenen zwei Jahre im Umfang von 1,3 Mrd. Franken mit günstigerem Eigenkapital zu unterlegen, beantragt der Verwaltungsrat eine Kapitalerhöhung um 600 Mio. Franken. Die Dividende soll um drei auf 25 Franken je Inhaber und 5 Franken je Namenaktie erhöht werden.

Holderbank verliert Spitzenposition

Der Holderbank-Konzern beschäftigt weltweit rund 44'000 Personen und hält Beteiligungen an Firmen in über 70 Ländern. Er muss voraussichtlich seine weltweite Spitzenposition abgeben. Nummer eins dürfte der französische Lafarge-Konzern werden, der demnächst den britischen Hersteller Blue Circle übernimmt.

swissinfo und Agenturen


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