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Hooligans wüteten in Basel und Lugano

In Lugano stürmten nach der Pokal-Übergabe militante Fans das Spielfeld. Keystone

Nach dem Fussballspiel Basel-Sitten und dem Eishockey-Finalspiel Lugano-ZCS ist es am Samstagabend zu massiven Ausschreitungen gekommen. In Basel wurden zwei Spielbesucher und drei Polizisten, in Lugano mindestens eine Person verletzt.

Dieser Inhalt wurde am 08. April 2001 - 12:11 publiziert

Die Basler Polizei hatte nach Spielschluss grosse Mühe, die teils stark betrunkenen Walliser Fans zu ihren Bussen zu bringen. Dort wurden die Walliser von 40 bis 50 gewaltbereiten Basler "Hooligans" angegriffen, wie die Basler Polizei am Sonntag (08.04.) mitteilte.

Bei den Ausschreitungen wurde auch die Polizei attackiert und dabei mit Steinen beworfen. Sie setzte Tränengas und Polizeihunde ein, um die Schlägerei zu beenden. Die fünf verletzten Personen mussten im Spital verarztet werden.

Lugano: Spielfeld gestürmt

Zu Ausschreitungen nach Spielende war es auch in der Resega-Halle in Lugano gekommen, wo militante Fans des HC Lugano aus Unmut über den verlorenen Eishockey-Meistertitel aufs Spielfeld stürmten. Die Spieler des alten und neuen Meisters ZSC mussten nach der Pokalübergabe fluchtartig die Kabinen aufsuchen.

Verhaftungen gab es gemäss Auskunft der Tessiner Kantonspolizei vom Sonntag keine. Auch seien bei ihr bisher keine Anzeigen eingereicht worden. Eine Person sei laut ihren Informationen verletzt worden. In der Resega ist ein privater Security-Dienst für die Ordnung zuständig.

Verurteilung durch Verband - Untersuchung

Für den SC Lugano wird die Eskalation der Gewalt jedoch noch Folgen haben. Am Sonntag konferierten die Verbandsspitzen und Vertreter der Nationalliga wegen der massiven Zuschauerausschreitungen. Sie verurteilten die Spirale der Gewalt aufs Schärfste und ordneten eine sofortige Untersuchung der gravierenden Vorfälle durch Heinz Tännler an. In zwei Wochen soll der Bericht des Nationalliga-Einzelrichters vorliegen. "Wir werden danach die entsprechenden Strafen aussprechen", sagte Franz A. Zölch, der Präsident der Nationalliga.

Der Strafenkatalog reicht von einer Geldbusse von bis zu 40 000 Franken bis zu einer oder mehreren Stadionsperren. "Tännler wird nun untersuchen müssen, wer für die unhaltbaren Zustände verantwortlich ist", so Zölch. "Die Situation in Lugano ist inakzeptabel, das ist jedem klar." Die Szenen in der Resega hätten ihn demprimiert, klagte Zölch.

Die Verantwortlichen des HC Lugano hatten aus Angst vor Zusammenstössen keine Stehplatz-Tickets an ZCS-Anhänger verkauft. Ein Grossteil der Zürcher Fans musste den Match deshalb im Zürcher Hallenstadion auf Grossbildschirmen verfolgen.

swissinfo und Agenturen

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